Der Hitman tötet wieder. Zumindest beinahe, denn Agent 47 meuchelt sich erstmal durch die Hitman-Beta. Das Spiel erscheint dann am 11. März in einer reichlich dünn kommunizierten Releaseform, wie Moni von Zockwork Orange schön erklärt. Ein episodischer Aufbau, der den Titel häppchenweise digital vertreibt, bis die Komplett-Edition dann Ende des Jahres als Retail in die Läden kommt.

Square Enix gewährt uns allerdings jetzt schon den Prolog spielen, der Teil der ersten „Episode“ sein wird, die zusätzlich den Schauplatz „Paris“ enthält. Das Set kostet dann knapp 15 Euro, alle weiteren Downloads, die bis Ende 2016 erscheinen, kosten dann jeweils 10 Euro. Der Seasonpass wird mit knapp 50 Euro (PC: 40 Euro) zu Buche schlagen.

Wenn der Hitman zweimal klingelt

Im Prolog, 20 Jahre vor der Hauptstory, wird zunächst eine Trainingsmission auf einer Yacht absolviert, natürlich unter Anleitung. Das geht dann auch relativ leicht, da ich ganz genau gesagt bekomme, was ich zu tun habe. Schritt für Schritt werde ich durch die einfachste Möglichkeit geleitet, eine Person zu eliminieren. Rein, töten, raus. Dazwischen das Hitman-typische Verkleidungsspiel und so unauffällig wie möglich durch die Gänge schleichen.

Hier fallen besonders die vielen kleinen Details auf, mit denen der Spieler hier verwöhnt wird. Diese sind natürlich nicht wichtig für das Gameplay, sondern dienen lediglich als Augenschmaus und den einen oder anderen Lacher zwischendurch.

Wer die Einführung mindestens zwei Mal gespielt hat – das zweite Mal darf man sich aussuchen, welche der mannigfaltigen Möglichkeiten des Einstiegs, Töten und der Flucht man wählt – darf erstmal ohne Führung in den Kampf. Eine Militärbasis muss infiltriert und ein böser Bube ausgelöscht werden. Hier wird es etwas komplizierter, denn die Wachen sind in großer Menge aufgestellt und sind durchaus bereit, die Bleispritze sprechen zu lassen.

Beta ohne größere Mängel

Die PlayStation 4 zaubert hier ein wirklich hübsches Bild auf den Fernseher. Viele kleine Details, hübsche Texturen und eine ordentliche Framerate runden den Gesamteindruck ab. Lediglich das starke Ruckeln in den Zwischensequenzen während das Spiel lädt verwirrt etwas – ein Makel, den ein Downloadtitel aufgrund der schnelleren Lesezeiten von Festplatte eigentlich nicht haben sollte. Da dies aber nicht das Spiel an sich beeinträchtigt und mit Sicherheit nicht im finalen Game auftreten wird, ist dieser Fakt absolut zu vernachlässigen.

Bugs oder andere Fehler habe ich vergeblich gesucht. Der Hitman schleicht und meuchelt butterweich und gewohnt spektakulär. Ich freue mich schon sehr auf das Endprodukt und die Einsätze in der französischen Hauptstadt. Seit der E3 und dem spannenden Spielsystem bin ich schon ziemlich gehypet. Wer allerdings zur Vorbereitung den neuen Hitman-Film sehen möchte: Könnt ihr euch sparen. Investiert die anderthalb Stunden lieber später in das Spiel und probiert die vielen, vielen verschiedenen Wege aus, mit der 47 sein Zeil erreichen kann.

Die PS4-Beta läuft noch bis zum 15. Februar 2016, die Beta für PC startet am 19. Februar, das Spiel erscheint am 11. März.

Hier noch einige Screenshots aus der PS4-Beta:

 

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Wenn der Hitman zweimal klingelt was last modified: Februar 14th, 2016 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln. Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.