Ein Intro über Einhörner, das ohne weiteres auf dem Matrix-Soundtrack Platz gefunden hätte. Texte, die von vergessenen Tempeln und Gesprächen mit Bäumen handeln. Soul-Vibes und ein abschließender Blues über Bienen im Frühling. All das und noch viel mehr bieten The Sword auf High Country!

Nach dem orientierungslosen Apocryphon anno 2012 haben sich die vier sympathischen Sci-Fi-Geeks aus Austin auf ihre alten Stärken besonnen und legen nun den überfälligen Nachfolger zu Warp Riders (2010) nach. Diesmal haben sie sich ein Jahr länger Zeit gelassen, was man dem Werk auch anhört.

Eins vorweg: Wer sich nach den alten Zeiten sehnt (Sprich Vorschlaghämmer der Marke Freya), wird erneut die Hände überm Kopf zusammen schlagen und The Sword ins Fegefeuer des Doom wünschen. Die Classic Rock-Einflüsse treten noch deutlicher zu Tage, verleihen dem Album aber letztenendes einen homogenen Anstrich. Klangexperimente gibt es natürlich auch wieder, diese sind aber geschickt in die Tracks eingebettet und wirken zu keiner Zeit deplatziert oder krampfhaft eingeflochten. Vom eingangs erwähnten Intro bis zum letzten Song gibt es immer wieder kleine Details zu entdecken, die von entrückten Soundspielereien bis zum Bläsersatz reichen. Über allem trohnt J. D. Cronise mit seiner markanten Stimme, die nun wesentlich mehr in den Vordergrund gemischt wurde. Die aufgeräumte Produktion tut ihr übriges und haucht dem minimalistischen Cover Leben ein.

Anspieltipps: Seriously Mysterious sowie The Dreamthieves (mit spacigem Lyric-Video). Beide Tracks zeichnen sich durch Experimentierfreude aus und erinnern an die rockige Seite von Warp Riders, ohne als bloße Kopie dahin zu plätschern.

Was es mit dem Konzept auf sich hat und die Jungs privat so ticken, erfahrt ihr demnächst bei uns!

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Photocredits: Razor & Tie Recordings, Black Mob

 

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The Sword – High Country was last modified: September 6th, 2015 by Yorck Segatz

Videospiele sind ihm nicht hart genug, daher bemalt er in seiner Freizeit Warhammer-Männlein und hört währenddessen Death Metal. Lange Spaziergänge am Strand macht er nur mit, wenn er anschließend mit seiner He-Man-Figur spielen darf. Ansonsten ist er stubenrein und kann gut stillsitzen.