Endlich wieder Bewegung in die wintermüden Knochen bringen – Da kommt die Wii U mit einem tollen Sportspiel gerade recht. Moment… „toll“?

Die Wii und das Genre der Sportspiele passten ja immer zusammen wie Arsch auf Eimer. Und so bleibt es nicht aus, dass einer der Launchtitel für Nintendos jüngstes Schätzchen, die Wii U, ebenfalls ein Sportspiel ist. Der uninspirierte Name Sports Connection lässt dennoch auf ein gutes Spiel hoffen, kommt der Titel doch aus dem Haus Ubisoft, die ja normalerweise ein Garant für guten Output sind.

Eine Sammlung von 6 Minispielen wartet auf dem Starbildschirm darauf, gestartet zu werden. Golf, Autorennen, Tennis, Football, Baseball und Fußball. Auch hier wieder gänzlich uninspiriert – geht’s noch mehr „standard“? Egal. Auch sechs Spiele finde ich relativ wenig, auch wenn die Dinger der absolute Knaller sind – so kann es doch sein, dass die Langeweile schneller als erwartet Einzug im heimischen Wohnzimmer findet. Ein abwechslungsreiches Spielprinzip und ein hoher Wiederspielwert sind hier natürlich auf der „Das erwarte ich doch mal stark!“-Liste, und nur wenige Sportspiele haben genau das zu bieten. Meist wird immer nur eine Aktion vom Spieler abgerufen, einhergehend mit einer eingängigen Handbewegung.

Autorennen

Im Kreis fahren: Sogar zu fünft!

Mein Avatar aus der Konserve (kaum Personalisierungsmöglichkeiten) sitzt in einem Go-Kart. Ich warte auf den Startschuss und brause los. Gegen die Wand. Dafür dass das Spiel so unendlich kacke aussieht und sich im Stil eines Daumenkinos einen zurechtruckelt, lässt es sich erstaunlich schlecht steuern. Das desaströse Handling der Neige- und Kippsteuerung durch das Wii U Gamepad ist eine Katastrophe und lässt mich sehr bald auf die „traditionelle“ Steuerung per Analogstick (bzw. D-Pad auf der WiiMote) umstellen. Dass das nun relativ witzlos ist und nur noch ein unmotiviertes Im-Kreis-Fahren in Kackgrafik ist, muss ich niemandem mehr erzählen.

Baseball

Woran es lag, dass ich nichts jenseits des „Halte Deine Wiimote genau SO!“ sehen konnte, weiß ich nicht. Ich bin jetzt kein körperlicher Spack, der nicht weiß, wo seine Arme sich befinden und die Wii U sollte nicht so pingelig sein, auf jeden Nanometer des Neigungswinkels der Fernbedienung zu achten. Jedenfalls hat hier nix funktioniert. Nächstes Spiel.

Golf

Das Spiel möchte, dass ich meine Fernbedienung wie einen Golfschläger halte und – ganz ähnlich wie bei Wii Sports – den Ball weghaue. Doof nur, dass sich mein Avatar nicht einen Millimeter bewegt. Geil. Aber, hey, wenigstens muss ich kein Golf spielen, hat also auch was Gutes, ist Golf (respektive Minigolf) im realen wie im digitalen Leben doch eine der größten Zeitverschwendungen, die ich mir vorstellen kann.

Football

Mangels Motivation aufgrund der vorangehenden Erfahrungen habe ich mir einen Test dieser Disziplin gespart. Wahrscheinlich hätte das mit dem Controller sowieso nicht funktioniert.

Tennis

Zwei Avatare schlagen sich den Ball hin- und her. Sieht nicht sonderlich gut aus, macht aber von allen Spielen am meisten „Spaß“. Oder andersrum: Der Frustfaktor ist beim Tennis am niedrigsten. Mehr gibt’s dazu eigentlich auch nicht zu sagen. Tennis halt.

Fußball

Ein Spieler schießt auf dem Gamepad, der andere muss per WiiMote den Torwart steuern. Ein ständiger Wechsel der Eingabegeräte ist zwar nervig, aber wenigstens das Schießen funktioniert wie es soll. Was genau man als Torwart jetzt machen muss? Keine Ahnung, kommt uns beim Testen aber vor wie Willkür.

Fazit

Sports Connection: Wie WiiSports in „scheiße“. Hakelige Steuerung, ständiger Controllerwechsel und grafisch aus den Tiefen der visuellen Hölle. Zum Startpreis von ca 50 Euro ein absoluter Witz, selbst für 10 Euro würde ich zwei Mal überlegen, das Ding mitzunehmen. Dann doch wirklich lieber WiiSports, die ganze Touchscreensache ist hier nämlich redundant bis der Arzt kommt.

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Sports Connection was last modified: Dezember 19th, 2012 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln.
Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.