Eine Handvoll Wissenschaftler sucht den Ursprung der Menschheit. Klingt hohl, aber, hey, Michael Fassbender spielt mit!

Der Weltraum, wir schreiben das Jahr 2094. Ein paar Wissenschaftlern wurde ins Hirn gekackt, weswegen sie anhand einer vagen Vermutung drölf Trilliarden Lichtjahre quer durch die Galaxie zu einem Planeten reisen, wo sie den Ursprung der Menschheit vermuten. Dass das ziemlich daneben geht kann man sich ja denken und es kommt wie es kommen muss: Aliens greifen die Mannschaft an. Wenn hier nicht „Ridley Scott“ draufstünde und ein Budget von 130 Millionen Dollar hintersteckte – Ich würde mir das sparen.

Aber nein, der Joe guckt sich jeden Kack an und quält sich durch 124 Minuten „Prometheus“ (Das ist übrigens der Name des Schiffs, auf dem die hergeflogen sind.), war ja klar. Immerhin spielt Michael Fassbender (Inglorious Basterds, X-Men: First Class) mit. Den mag ich.

Zu Beginn macht der Film noch einen akzeptablen Eindruck, erinnerte sogar fast ein wenig an die ersten beiden Alien-Filme (ja, genau DIE Alien-Filme). Die Crew findet sich, lernt sich kennen, findet heraus, dass sie einen Androiden (Fassbender) an Bord haben und bekommen von der Oberwissenschaftlerin (Noomi Rapace, kennt man aus der Millennium-Trilogie) erklärt, warum sie überhaupt 2 Jahre durchs All geflogen sind. Das macht so lange zumindest im Ansatz so etwas wie „Spaß“ bis die ersten tatsächlichen Aliens ins Spiel kommen, obwohl diese von HR Giger höchstpersönlich gestaltet wurden. Dann bekommt der Film nämlich den gewissen B-Movie-Charme und der Zuschauer schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Die Charaktere verlieren zu diesem Zeitpunkt schlagartig 100 IQ-Punkte und der Zuschauer verliert sämtliche Bindung, die bis zu diesem Zeitpunkt mühsam aufgebaut wurde, und das nicht alleine durch hanebüchene und nicht nachvollziehbare Motive und Absichten.

Niemand weiß genau, warum David, der Androide jetzt das-und-das macht und warum alle so strunzdämlich und offensichtlich breit grinsend in ihr eigenes Verderben rennen, sich gegenseitig mit dem Flammenwerfer rösten oder lieber blöd rumficken als den Crewmitgliedern, die offensichtlich in größter Gefahr schweben, zu helfen. Und wenn sich dann am Ende rausstellt, dass die ganze Scheiße extra rückwärts geschrieben wurde um als Prequel für oben genannte Alien-Filme zu dienen… Fazialpalmierung!

Wenigstens stimmen die Effekte, die Regie und die schauspielerische Leistung, alles vom Allerfeinsten. So viel ich auch über die Story hergezogen habe, muss ich diese drei Punkte in den Vordergrund heben, da diese den Film letztendlich doch absolut sehenswert machen. Wer also nichts dagegen hat, den Kopf auf Durchzug zu schalten und sich berieseln zu lassen, der ist hier goldrichtig. Ein Film für’s Auge – Nicht für’s Hirn.

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Prometheus was last modified: September 11th, 2012 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln. Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.