Es wird (mal wieder) paranormal! Braucht der Zuschauer Wechselhosen oder einen Kaffee zum Wachbleiben?

Ja, der Dämon ist wieder da. Nachdem er schon in zwei Vorgängerteilen und im Tokio-Spin-Off wüten durfte, kriegt der Zuschauer jetzt die Vorgeschichte des Ganzen serviert. Prequels never get old. Unbeachtet dessen, was die Charaktere der ersten beiden Filme über ihre Vergangenheit erzählten, spukt sich der unsichtbare Bösewicht durch das Jahr 1988, als die beiden dicken Frauen noch kleine dicke Mädchen waren.

Zufälligerweise ist der feste Freund der Mutter Videofilmer und hat so die Möglichkeit, überall Kameras aufzustellen, die die … naja… „unheimlichen“ Ereignisse im Haus aufzuzeichnen. Paranormal Activity 3 folgt hier wieder ganz dem Schema der Reihe: Viel Blah-Blah, minutenlanges Starren auf schlafende Menschen und Pumuckl-Effekte anno pief. Wieder Snobs, die anscheinend über ihre Verhältnisse leben, zu viel Zeit haben und wieder das alte Spiel: „Ich weiß sowieso, dass jetzt ein gewollter Schockeffekt kommt!“

Für 1988 liefern die Kameras allerdings erstaunlich gute HD-Bilder, selbst mitten in der Nacht. Ein bisschen mehr „Retro“ hätte der Authentizität keinen Abbruch getan. Aber da der Zuschauer ob der Entwicklung der Storyline ohnehin völlig verwirrt den Kinosaal verlässt, nicht alleine, weil die Geschichte so rein gar nichts mit den Geschehnissen der ersten beiden Teile zu tun hat, hat man das wohl vernachlässigen können.

Für Fans der Reihe mit Sicherheit ein absolutes Muss – wer allerdings Wert auf einen ‚guten‘ Gruselstreifen legt und einigermaßen cineastischen Anspruch zu haben behauptet, macht besser einen großen Bogen um diese Gurke.

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Paranormal Activity 3 was last modified: März 5th, 2012 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln.
Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.