Wieder einmal muss der Planet vor Außerirdischen gerettet werden. Wieder einmal klamaukt sich Will Smith von Szene zu Szene. Wieder einmal Nachos mit Käsesauce. Nomtastisch!

Der Alltag hat die Agents J (Will Smith) und K (Tommy Lee Jones) fest im Griff. Aliens zu Glibbermasse zerballern, Passanten blitzdingsen, die Welt retten. Damit auch bloß keine Langeweile aufkommt, bricht Boris „The Animal“ aus dem Hochsicherheitstrakt des Aliengefängnisses auf dem Mond aus, um sich an Agent K für das Abtrennen seines Armes zu rächen.

Boris „The Animal“: Ein sympathischer Zeitgenosse.
(Hihi – „Zeit“genosse.)

Boris ist natürlich nicht dumm, denn er weiß, dass er mit nur einem Arm gegen den routinierten Alienjäger keine Chance hat und beschließt deswegen, in die Vergangenheit zu reisen um dort mit seinem jüngeren, zweiarmigen Ich seinen Rachefeldzug in die Tat umzusetzen und gleichzeitig noch eine Alieninvasion einzuleiten. Agent J, Ks Partner reist also flux Boris in die Sechziger hinterher um den Tod seines Partners und die anstehende Invasion zu vereiteln. Zusammen mit der jungen Version von Agent K (Josh Brolin mit falscher Nase) geht J auf die Jagd. Klingt alles kompliziert, ist aber so flach wie Holland.

Von einem dritten Teil erwarte ich erfahrungsgemäß relativ wenig. Während der erste Teil noch innovativ ist und vor Ideen übersprüht, haben die Macher meist ihr Pulver innerhalb der ersten Minuten des zweiten Teils bereits verschossen. Eine weitere Fortsetzung hat dann meist den Nährwert einer toten Katze auf der A4. Barry Sonnenfeld, seines Zeichens der Regisseur der MIB-Reihe holt hier allerdings alles raus, was möglich ist.

Eine Zeitreise tut jedem Film gut – ich steh da total drauf. Alleine schon deswegen, damit ich mir nach dem Abspann mein blödes Maul über sämtliche Zeitreisefehler und -paradoxa zerreißen kann. Letztlich, und das ist klar, hat jeder eine andere Auffassung davon, wie das mit den Sprüngen durch die Jahre so funktioniert, welche Auswirkungen Aktionen in der Vergangenheit haben und so weiter. Natürlich wurde auch hier wieder ein anderer Ansatz verfolgt als der, den ich für sinnvoll halte. Vielleicht kommen auch daher die merkwürdigen Löcher in der Logik, die den Film hier und da befallen.

Die Effekte des Films sind allgemein gut – allerdings wirkt alles, was aus dem Computer purzelt, im Großen und Ganzen etwas billig. Da der Film nicht nativ in 3D gedreht wurde, wirken sämtliche räumliche Effekte irgendwie flach und halbherzig drübergebügelt. In diesem Fall bietet diese Technologie meines Erachtens keinen Mehrwert – lieber in 2D gucken!

Der Score ist okay – dramatische Streichereinlagen jagen von einer Actionsequenz zur nächsten. Mit wenigen Ausnahmen kriegt man hier konstant Verfolgungsjagden, Schießereien und Faustschläge ins Gesicht geboten, allerdings wirkt Men In Black III mit seinen 106 Minuten etwas zu kurz. Man hat das Gefühl, dass etwa eine halbe Stunde der Story fehlt; Das mag daran liegen, dass er relativ spät zur eigentlichen Sache gekommen wird und der Rest dann eben in der gegebenen Zeit abgefeiert werden muss. Tut der ganzen Sache aber keinen Abbruch, denn für sein Geld bekommt man hier allerhand Action, Witz und Aliens geboten.

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Men in Black III was last modified: Juni 21st, 2012 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln.
Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.