Ah, endlich, der Herbst ist da! Vorbei die Temperaturen jenseits der 30°C, vorbei das ständige Schwitzen. Endlich kann man sich ruhigen Gewissens auf der heimischen Couch einmümmeln, während draußen der Regen an die Scheibe prasselt. Der Herbst (und der Winter) sind klassischerweise die Jahreszeiten, in denen ich die meisten Filme und Serien schaue (und die meisten Games spiele. Denn Der Oktober in diesem Jahr ist prall gefüllt mit Spielen). Nachdem ich vor einiger Zeit den Streaming-Service von Amazon Prime ausprobiert habe, dachte ich, ich könnte an meinem freien Wochenende mal in einen etwas unbekannteren Dienst reinschnuppern und mal schauen, ob maxdome nicht eine Option für mich sein könnte.

Preisgestaltung

Zumindest preislich kann man schonmal nicht meckern. Das Grundangebot von maxdome kostet 7,99 Euro im Monat. Dafür bekommt man dann Zugriff auf das gesamte Film- und Serienkontingent in HD. So viel kostet auch die günstigste Variante bei Netflix, hier muss man sich allerdings mit einer SD-Auflösung zufrieden geben (HD kostet zwei Euro mehr). Auch Amazon Prime Video kann man mittlerweile einzeln buchen, wenn man kein Fan der Gratis-Lieferung ist – Ebenfalls für 7,99 Euro im Monat. Hier zieht Amazon mit maxdome gleich, denn beide bieten HD-Auflösung an.

Angebot

maxdome_filmeWenn man bei maxdome Inhalt möchte, sollte man sich vorab informieren, wie das Programm aussieht. Denn genau wie Amazon bietet der Streaming-Ableger der ProSiebenSat.1 Media SE die Option eines Programms, das inklusive ist und Titeln, die der Nutzer zusätzlich erwerben kann. Letztere sind meistens aktuelle Filme, die gerade erst für den Verleih freigegeben wurden, wie z.B. X-Men Apocalypse, Angry Birds oder The Jungle Book. Diese kann man dann erwerben (am Beispiel von X-Men wären das ab 11,99 Euro aufwärts) oder leihen (Hardcore beispielsweise kostet ab 3,99 aufwärts). Amazon bewegt sich hier ungefähr in der gleichen Preisklasse; das Leihen von Hardcore kostet hier einen Euro mehr.

Originalserien oder -filme sucht man bei maxdome vergeblich. Anders als Netflix oder Amazon produziert der Dienst keine eigenen Inhalte. Einzig die Exklusivtitel, deren Lizenzen die Konkurrenz nicht besitzt (oder geliehen hat) stellen einen USP (Unique Selling Proposition; Alleinstellungsmerkmal) für maxdome dar. Exklusiv-Serien sind zum Beispiel The 100, Quantico, The Royals und Black Sails (muss ich mal nachholen), an Exklusiv-Filmen bietet der Dienst beispielsweise Pain & Gain, Jack Reacher, Star Trek Into Darkness und Super 8.

Da sind schon einige Kracher dabei, allerdings finde ich das Serienangebot gegenüber Netflix, die mit Shows wie Marvel’s Daredevil, Jessica Jones, Marseille und bald Luke Cage aufwarten, etwas mau. Auch beim Filmangebot ist man schnell in der B-Movie-Sektion angekommen (was bei der Kurzlebigkeit der vergebenen Lizenzen aber wohl in jedem Portal gleich ist).

Mittlerweile sind auch alle Portalbetreiber im 21. Jahrhundert angekommen und bieten Inhalte im Originalton an, so auch maxdome. Das war ja damals bei zum Beispiel amazon ziemlich nervig, dass trotz Ankündigung nur der deutsche Ton verfügbar war. Und der ist ja – wie wir alle wissen – mehr als häufig für die Tonne.

Probemonat

maxdome_probeWer sich unsicher ist, ob sich das alle lohnt, der kann maxdome einen Monat gratis testen und seine Vorlieben im Direktvergleich mit den anderen Anbietern abgleichen. Hier gibt es allerdings einen kleinen Kniff, der nicht unwichtig ist: Kündigen kann man ausschließlich per Telefon, und das auch nur innerhalb der vertraglich festgelegten Fristen. Ob das jetzt der Probemonat oder das tatsächliche Abo ist, man muss zwingend bei maxdome anrufen. Das finde ich schon irgendwie ziemlich rückständig, gerade für ein digitales Geschäftsmodell. Das verursacht ja nicht nur Kosten beim Betreiber, sondern erweckt in mir auch die Befürchtung, dass versucht würde, mir am Telefon noch etwas zu verkaufen. Warum da nicht einfach ein „Abonnement beenden“-Knopf irgendwo ist, weiß ich auch nicht. Da fühlt man sich fast wie bei der Telekom.

Bedienbarkeit

maxdome_streamingWährend der Amazon-Dienst sich (aus Gründen der verweigerten Hardwareunterstützung) weigert, auf einem Chromecast zu funktionieren, unterstützt maxdome fast alle Geräte. Chromecast, FireTV-Sick, Smart-TV, Smartphone, Browser und so weiter. Und anders als Netflix bietet der Dienst auch Offline-Wiedergabe von gespeicherten Elementen, was auf längeren Busfahrten oder Flügen (oder im Fitnessstudio) extrem vorteilhaft ist – Den Offline-Service bietet Amazon allerdings auch.

Fazit

Bei Streaming-Portalen ist es mittlerweile wie bei Konsolen: Grundsätzlich bieten alle die gleiche Leistung, man sollte seine Kaufentscheidung davon abhängig machen, wer die besseren Exklusivtitel hat. Gut, dass alle Anbieter einen Probemonat bieten, den man entweder zur Orientierung nutzen kann, oder dafür, die Exklusivtitel an einem Wochenende zu binge-watchen. Gerade jetzt, wo das Wetter endlich wieder schlechter wird, kann man die Gelegenheit nutzen, sich durchzutesten und sich anschließend zu entscheiden. Einziges Manko bei maxdome ist die Kündigung per Telefon, denn sowohl preislich als auch vom groben Angebot her unterscheidet sich der Service kaum von der Konkurrenz.

Screenshots: maxdome.de
Beitrag in Zusammenarbeit mit maxdome

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Mein Wochenende mit maxdome was last modified: September 19th, 2016 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln.
Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.