Hach, schön! Wenn Capcom eines kann, dann sind das Kampfspiele. Als großer Street Fighter-Fan komme ich natürlich auch an Marvel vs. Capcom: Infinite nicht vorbei. Hier dürfen nicht nur eine Auswahl von Street Fighter-Charakteren die Fäuste schwingen, sie erhalten Unterstützung von weiteren Capcom-Figuren. So betreten beispielsweise Mega Man, Chris Redfield oder Dante die Kampffläche. Aber auch mein Comicnerd-Herz lässt der Prügler höher schlagen, denn auch Marvel-Helden und -Schurken nehmen an den Schlägereien teil. Von Iron Man über Captain America bis hin zu Obermufti Thanos sind hier die wichtigsten Figuren, die man zum Teil bereits sehr gut aus dem Marvel Cinematic Universe kenn, vertreten.

Hintergrundwissen

Marvel vs. Capcom glänzt bereits seit zwei Dekaden als Nischenprügler, damals noch unter dem Namen X-Men vs. Street Fighter (1996). Erst sei 1998 läuft die Serie unter ihrem heutigen Namen (Arcade-Versionen, Dreamcast und PS1 kamen 1999), der jüngste Teil bis dato war das 2012 releaste Marvel vs. Capcom Origins (PS3/X360). Insgesamt acht Teile kamen bis einschließlich 2017 auf den Markt.

Double Trouble aus zwei Universen

Dabei spielt eine Besonderheit bei Marvel vs. Capcom eine große Rolle. Der Spieler kontrolliert im Kampf nicht nur eine Spielfigur, sondern gleich zwei. Diese können dann dynamisch während der Prügelei gewechselt werden und mitunter auch gemeinsam auf den Gegner eindreschen. Das Prinzip ist kein Neues und wurde auch schon in Titeln wie Tekken Tag Team Tournament aufgegriffen. Dennoch macht es unglaublich großen Spaß, den Gegner mit einem fixen Wechsel zu überraschen und so aus schwierigen Situationen zu entkommen.

Die Steuerung ist super. Die kinderleichten Kommandos werden prompt von der Spielfigur umgesetzt. Hier greift oft das Standard-Fighter-Prinzip, so dass sogar Kämpfer, mit denen man bisher noch keine Erfahrung sammeln konnte, schnell erlernt werden können. Alle Charaktere spielen sich ähnlich, wobei die Hauptunterschiede hier beim ausgeteilten Schaden und der Geschwindigkeit liegen. Letztlich kann man seine Spielfigur fast schon aufgrund persönlicher Präferenzen (Lieblingssuperheld oder Videospielfigur) aussuchen. Ich spiele am liebsten mit Frank West (Dead Rising), Ghost Rider oder Gamora (Guardians of the Galaxy). Die sind schön flink und haben verdammt coole Moves.

Ach ja, die Moves… Während man im normalen Kampf meist zackig animierte Standardmoves einsetzt, können, ihr habt es euch bestimmt schon gedacht, auch Spezialattacken eingesetzt werden. Abhängig davon, ob man sich beim Ausführen durch Drücken von Dreieck und Kreis gleichzeitig auf dem Boden oder in der Luft befindet, bekommt man unterschiedliche Variationen. Dabei, wie man es beispielsweise von Street Fighter kennt, ist oft der gesamte Bildschirm von Feuer, Lasern, Blitzen oder Spinnennetzen okkupiert. Marvel vs. Capcom: Infinite macht hier keine halben Sachen.

Mit den Augen eines Aspergers

(Mehr Informationen zum Thema)

Ich mag Prügelspiele. Ich bin nicht sonderlich gut darin, aber ich mag sie. Besonders fasziniert bin ich immer wieder von Menschen, die so unglaublich gut darin sind, dass ich nicht mal erkenne, was überhaupt auf dem Bildschirm passiert. Meistens geschehen diese Momente in irgendwelchen internationalen Turnieren, deren „Best-Of“-Zusammenfassungen irgendwie in meinem Newsfeed landen. Viel zu oft geschehen diese Momente allerdings auch auf meiner heimischen Couch, und zwar gerade zu dem Zeitpunkt, in dem ich mich einigermaßen komfortabel in einem Kampfspiel fühle. Ich spiele es seit Wochen, habe meine Routinen und Moves im Rahmen meiner Möglichkeiten perfektioniert, und dann kommt jemand zu Besuch, der dieses Spiel noch nie gespielt hat. Vielleicht sogar jemand, der nicht einmal regelmäßig einen Controller in der Hand hält. Und diese Person zieht mich gnadenlos ab. Ich weiß nicht, wie mir geschieht, ich sehe nur, dass mein virtueller Kämpfer in Zeitlupe zu Boden fällt. Knockout.

Das liegt daran, dass ich mit der Gesamtsituation überfordert bin. Ein KI-Gegner auf niedrigster Stufe ist für mich bereits eine Herausforderung. Ich kenne alle Moves auswendig, aber selbst ein low-level Computer-Kämpfer, der berechenbarer nicht sein könnte, verwirrt mich, da ich mich nicht schnell genug auf die verschiedenen Situationen einstellen kann.

Auch online bin ich die absolute Niete. Hier wird das Ganze für mich noch eine Spur unberechenbarer, da meine Gegner oft wesentlich erfahrener sind als ich. Auch hier wieder: Überforderung, Panik, Match verloren.

Wer mich kennt weiß, dass ich ein Kampagnenspieler bin. Prügelspiele, Battlefield, Call of Duty – Games, die eigentlich darauf ausgelegt sind, mit anderen (oder gegen andere) zu spielen, werden von mir oft maximal im Kampagnenmodus beschäftigt. Manchmal schnuppere ich kurz ins Multiplayergetümmel rein, aber meist habe ich sehr schnell davon genug. Genau wie bei Marvel vs. Capcom, bei dem meine Hauptmotivation, das Spiel ins Laufwerk zu legen, eben jener Kampagnenmodus war. Und das hat auch seinen Grund, wie ich im nächsten Abschnitt verrate…

Auf der Suche nach den Infinity Stones

Ich mag eine gute Superheldenstory. Darum lese ich gerne Comics und fiebere jedem Release des Marvel Cinematic Universe wie ein Zehnjähriger entgegen. Daher war auch Marvel vs. Capcom: Infinite eines der Spiele dieses Jahr, denen ich am meisten entgegenfieberte / entgegenfiebere. Denn hier geben sich nicht nur Marvel-Charaktere gegenseitig Backenfutter, sondern auch die Capcom-Figuren werden hier in eine tolle Story eingebettet. Leider wird hier offenbar eine vorangegangene Story als bekannt vorausgesetzt. Oder ich habe das alles nicht so richtig verstanden. Jedenfalls ist Ultron Sigma, ein Hybridwesen, das aus Sigma (Superschurke aus Mega Man X) und Ultron (Superschurke aus der Marvel-Welt), ziemlich angesickt und möchte die Welt(en) vernichten. Ich habe nicht so recht verstanden, wieso jetzt die Capcom’schen Männlein und die Marvels gleichzeitig existieren und auch nicht, warum Ultron jetzt wirklich jeden töten möchte. Aber Spaß macht es trotzdem, die FMV-Sequenzen anzuschauen. Das hat zwei Gründe: 1. Die englische Synchro ist wirklich sehr, sehr gut. Tolle Stimmen, die (größtenteils) zu den Charakteren passen. 2. Ich erlebte beim Spielen regelmäßig Gänsehautmomente wenn beispielsweise einer meiner Lieblingscharaktere die Bildfläche betrat oder wenn echt etwas verdammt Cooles passierte.


(Wer sich den Spaß verderben möchte, schaut mal in dieses Video rein)

Leider werden die Filme sehr oft von Kämpfen unterbrochen. Das ist per se nicht schlimm, schließlich ist das Sinn und Zweck des Ganzen. Unglücklicherweise machen die Fights nicht immer besonders viel Sinn. Ein Mal kämpfe ich als der Bösewicht gegen die Helden, ein anderes Mal als Held gegen eine Armada von generischen Robotergegnern. Alles irgendwie in den groben Kontext der Story gepresst, aber nicht immer sonderlich tiefgründig. Oft wirken die Kämpfe auch nur wie liebloses Füllmaterial, besonders, wenn man immer wieder die gleichen Kämpfer aufs Auge gedrückt bekommt, während man wirklich coole Fighter wie Gamora oder Doctor Strange kaum zu spielen kriegt. Wer abseits von Captain America, Iron Man und Mega Man X sein Kampfpensum erfüllen möchte, der muss auf einen der anderen Modi zurückgreifen.

Prügelei um den Erdball

Beispielsweise den Arcade-Modus, in dem man Kämpfe gegen die KI oder einen Couch-Mitspieler austragen kann. Oder den Missionsmodus, den Capcom immer wieder gerne verbaut. Oder die Trainings-Stages, in denen man seine Moves perfektionieren kann, wenn man wirklich vorhat, das Ganze etwas professioneller zu betreiben oder um besser zu werden um seinen Couch-Erzfeind endlich besiegen zu können. Online geht das alles natürlich auch, sogar ein Ranked-System gibt es. Für Neulinge hält Marvel vs. Capcom: Infinite die Beginner’s League bereit. Dort treten frische Spieler gegeneinander an, die auf Level 14 oder darunter sind. So kann man ordentlich Punkte für seine Player-Card sammeln, ebenfalls ein Feature, auf das Capcom bereits mehrfach zurückgegriffen hat. Allerdings sehe ich hier die Gefahr des Smurfens, das bereits andere Spiele wie Overwatch infiziert hat. So können sehr erfahrene Spieler mit einem Zweitaccount ganz einfach neue Spieler auf niedrigen Levels aufmischen und ihnen so die Lust am Spiel verderben. Grundsätzlich ist solch ein Modus eine tolle Idee, Griefer nutzen solche netten Gesten leider viel zu häufig aus.

Ohne Logan? Logen!

Die Kämpferliste zeigt – wenig erstaunlich – keine Kämpfer aus dem X-Men– oder Fantastic Four-Universum. Weder Deadpool, noch Johnny Storm, noch Wolverine oder gar Cyclops tauchen in Marvel vs. Capcom: Infinite auf. Das liegt höchstwahrscheinlich an den Rechten, die Marvel immer noch nicht zurückbekommen hat. Schade!

Marvel-Charaktere
  • Captain America – Der ultimative Patriot war schon in vergangenen Spielen Teil des Rosters, in Marvel vs. Capcom: Infinite erfährt er aber eine optische Anpassung, die ihn mehr in Richtung des MCU schiebt. Seine Moves haben sich nicht großartig geändert, aber immerhin hat er einen zweiten Schildwurf spendiert bekommen.
  • Captain Marvel – Da Carol Danvers, die Comicfans schon lange, lange kennen, bald ihren ersten Auftritt im MCU haben wird (ich kann es kaum erwarten!), darf die Superheldin mit den Kree-Kräften auch in Marvel vs. Capcom: Infinite die Fäuste schwingen.
  • Doctor Strange – Seit Marvel vs. Capcom 3 mit dabei ist der magische Doctor Strange. Wer auf schwer fassbare Charaktere mit Teleportationsfähigkeiten steht, ist bei ihm an der richtigen Adresse.
  • Dormammu – „Ich bin gekommen um zu verhandeln“ – Spätestens seit dem unendlichen Zeitloop im MCU-Flick Doctor Strange kennt jeder den Bösewicht Dormammu. Seit MvC3 mit von der Partie, treibt er auch in MvC:I sein Unwesen.
  • Gamora – Neu im Roster schnetztelt sich Thanos‚ grünhäutige „Tochter“ als wendige Assassine durch alles, was ihr im Wege steht. Einer meiner liebsten Fighter!
  • Ghost Rider – Auch Johnny Blaze, der brennende Totenschädel mit dem Peitschenkette ist ein außerordentlich schneller und starker Charakter, den man tunlichst nicht unterschätzen sollte.
  • Hawkeye – Einer der Charaktere, die ich so gut wie nie spiele. Mittlerweile ohne den merkwürdigen Helm, dafür mit merkwürdiger Sonnenbrille. Was auffällt: Ant-Man ist nicht mehr Teil seiner Superattacke, was darauf hindeuten könnte, dass der vorlaute Ameisen-Mann als DLC nachgereicht werden wird.
  • Hulk – Einer der Stammgäste in Marvel vs. Capcom ist Bruce Banner in seiner großen, grünen, wütenden Form. Ein sehr starker, aber auch sehr langsamer Fighter, der sich allerdings dank der neuen Abilities gut gegen wendige Kämpfer behaupten kann.
  • Iron Man – Zu Iron Man muss man nicht besonders viel sagen. Zwei neue Fähigkeiten formen den Kämpfer in eine etwas modernere Form, ohne, dass er seine Wurzeln aus vorherigen Spielen verleugnet. Ein solides Mittelding aus Kraft, Geschwindigkeit und Technik.
  • Nova – Auch Nova, auch bekannt als Richard Rider, ist wieder mit von der Partie. In der Hauptstory spielt er keine große Rolle, was erstaunlich ist, da Bill Rosemann, der ausführende Creative Director von Marvel vs. Capcom: Infinite, gleichfalls der Herausgeber der Nova-Comics von Marvel ist.
  • Rocket Raccoon – Während Hawkeye ohne Ant-Man auskommen muss, bringt der pelzige Waffennarr Rocket seinen hölzernen Freund Groot mit in seine Superattacke. Daraus lässt sich folgern, dass Groot wohl nicht als DLC nachgeliefert wird. Schade eigentlich, denn das Baumwesen hätte durchaus Potenzial, ein paar coole Moves zu zeigen. Rocket ist ein kleiner, schneller Kämpfer, der auch gerne mal die Bazooka auspackt.
  • Spider-Man – Mein liebster Superheld und seit je her einer der coolsten Kämpfer in Marvel vs. Capcom: Spidey. Aus der Reihe nicht wegzudenken – Ich freue mich, dass hier sinnvoll die Rechte vergeben wurden!
  • Thanos – Obermufti Thanos ist nicht nur ein spielbarer Charakter, sondern hat auch einen essenziellen Anteil am Verlauf der Geschichte. Seine Superattacke ist relativ unspektakulär, aber wenn man ihn spielen kann, haut er richtig rein.
  • Thor – Kein Marvel-Game ohne den hammerschwingenden Donnergott Thor. Die Figur ist im Spiel ein bisschen sehr bullig, genau wie Cap, aber wer kraftvoll zuschlagen will, braucht halt einen Brustumfang wie vier Schwarzeneggers.
  • Ultron Sigma – Der Bösewicht ist im Spiel noch etwas fieser, aber nicht halb so gruselig, wie sein MCU-Konterfeit. Dafür sieht seine Rüstung sehr cool aus und macht Ultron Sigma zu einem der optisch ansprechendsten Kämpfer des Spiels.
Capcom-Charaktere
  • Arthur – Der zwergenhafte Ritter Arthur aus Ghosts ‘n’ Goblins ist kein Unbekannter in der MvC-Szene. Bereits in MvC3 war er zu finden und heizte schon damals den Gegnern mit Lanze und Schwert ordentlich ein.
  • Chris Redfield – Coole Sprüche, Zombieallergie: Chris Redfield ist einer der gelassensten Charaktere im Spiel und bringt seine gesamte Waffensammlung mit: Flammenwerfer, Knarren, Raketenwerfer, aber am liebsten lässt er die Fäuste sprechen.
  • Chun-Li – Einer der Charaktere, die aus einem Capcom-Kampfspiel kaum wegzudenken ist. Sie spielt sich etwas anders als in Street Fighter, ist in Marvel vs. Capcom: Infinite wesentlich behänder und flinker.
  • Dante – Der weißhaarige Protagonist aus Devil May Cry jagt hier ausnahmsweise keine Dämonen, sondern schnetztelt und ballert sich durch die anderen Charaktere. Er ist etwas einfach zu steuern als im Vorgängerteil, was ihn zu einem Gewinn für jedes Team macht.
  • Firebrand – Der eigensinnige Teufel aus Ghosts ‘n’ Goblins und Gargoyle’s Quest, nicht zu verwechseln mit der Marvel-Figur gleichen Namens (wahrscheinlich auch deswegen als Red Arremer in Japan unterwegs) ist quasi ständig in der Luft, was ihn zu einem schwierigen Ziel für seine Gegner macht.
  • Frank West – Ein weiterer meiner Lieblingkämpfer in Marvel vs. Capcom: Infinite. Mit Golfschläger, Einkaufswagen und Verkehrspylonen prügelt er ordentlich um sich, ohne dabei sein loses Mundwerk zu verlieren. Schnell, stark, und unglaublich wandlungsfähig.
  • Jedah – Das Beat’em-Up Darkstalkers bringt uns einen Neuling in MvC: Jedah. In der Story nur rudimentär vertreten, ist er doch ein starker und fähiger Charakter.
  • Mega Man X – Einer der Hauptcharaktere der Story und absoluter Neuzugang für die Serie. Toll zu spielen, super sympathisch und ziemlich stark. Empfehlenswerte Wahl!
  • Mike Haggar – Bekannt aus Final Fight macht Haggar hier oben ohne alles platt. Der Haudrauf hat Teil an witzigen Dialogen und Szenen, was ihn trotz seiner Muskelberge unglaublich nahbar macht.
  • Morrigan Aenstand – Eine weitere Kämpferin aus dem Darkstalkers-Universum, allerdings kein Neuzugang. Morrigan war bereits in MvC3 vertreten und war bereits dort ein äußerst harter Brocken. Sie wurde zwar des Souls-Fist-Spams beraubt, ist aber immer noch keine einfache Gegnerin.
  • Nathan Spencer – Hakenkralle, Dreadlocks: Das ist Spencer, den man vor allem aus Bionic Commando kennt. Wer gerne seine Gegner durch die Luft wirft, ist hier an der richtigen Adresse.
  • Nemesis – Ein Gesicht, das nur eine Mutter lieben kann. Oder eine Red Queen. Nemesis, der Zombie-Hüne aus der Resident-Evil-Serie schlägt fester zu, als es mir im Story-Modus lieb war.
  • Ryu – Ein weiterer Charakter, der einfach Pflicht in einem Marvel vs. Capcom-Game ist. Hadouken!
  • Strider Hiryu – Einer der schnellsten Kämpfer, der mir außerordentlich gut gefällt. Neu bei ihm ist die Sprungattacke, die den Spieler hinter den Gegner gelangen lässt um seine Verteidigung zu durchbrechen.
  • Zero – Der gute Freund von X darf natürlich auch im neuesten MvC-Teil nicht fehlen. Sein Laserschwert lässt lange Kombos und Schadensketten zu.
Fazit

Wer auf Prügelspiele sowie Capcom-Games und Marvel-Comics steht, für den führt kein Weg an Marvel vs. Capcom: Infinite vorbei. Das Spiel punktet vor allem durch seine Lizenzen. Das Gameplay ist sehr eingängig und macht mittelfristig viel Spaß und ich technisch durch seinen 60-fps-Lock sehr ausgereift, auch wenn es grafisch nicht allzu viel hermacht. Die Story ist okay, keine Offenbarung, aber auch hier punktet Capcom durch die tollen Lizenzen. Mir persönlich gefällt MvC: Infinite vom Gameplay her besser als Street Fighter V. Alles ist flüssiger, zackiger, intuitiver. Man hat das Gefühl im Comic-Klopper von Anfang an wesentlich besser zu sein als im Prügelpendant vom letzten Jahr, wobei das Meistern beider Spiele wahrscheinlich auf dem gleichen Schwierigkeitslevel anzusiedeln ist. Das Online-Play funktionierte, als ich mal kurz reinschaute, ganz gut. Wahrscheinlich wird das über die Zeit rapide schlechter werden, wenn nur noch wenige Menschen online spielen. Wer also Randoms rund um den Globus auf die Kauleiste hauen möchte, der sollte sich mit dem Kauf etwas sputen. Wer lieber auf einen günstigeren Preis wartet, wird gegebenenfalls nur noch lokal und die Story spielen können (was mir persönlich wesentlich lieber ist).

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Marvel vs. Capcom: Infinite was last modified: Oktober 6th, 2017 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln.
Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.