Lord Dying aus Portland, OR, bescheren uns zum neuen Jahr mit Poisoned Altars ihr zweites Album. Die Band-Info wirft mit allerlei Schwergewichten wie Crowbar und Kylesa um sich, ein Name sticht jedoch besonders hervor: High On Fire. Genau hier liegt nämlich die Crux an der Sache: Lord Dying klingen leider 1:1 wie ihre Vorbilder. Das fängt mit den tiefer gelegten Gitarren an und hört bei Details wie Phrasierung und Stimmlage des Gesangs auf. Wenn die Herren dann aber mal den Einfluss abschütteln, tun sie das mit Bravour. Bestes Beispiel hierfür ist der Mittelteil von The Clearing At The End Of The Path, bei dem man schon fast progressiv zur Sache geht.

Für die Produktion zeichnet sich Joel Grind verantwortlich, seines Zeichens Hauptakteur von Toxic Holocaust. Der Mann hat genretypische Arbeit abgeliefert, allerdings bleibt ab zuwarten, wie das alles analog klingt, da mir als Promo nur Mp3’s vorliegen.

Das Artwork, welches wie eine Mischung aus Ringworm’s letztem Album und Skeletonwitch daher kommt, wirkt zwar stimmig, reißt aber zu guter Letzt auch nix mehr. Schade eigentlich, denn mit ein bisschen mehr Eigenständigkeit wäre hier eine Band am Start, die sich zwischen den eingangs erwähnten HoF und Mastodon ihre Nische erspielen könnte. Beim nächsten mal bitte ein krumme Rhythmen mehr pro Song!

Lord Dying sind selbstverständlich bei Facebook, das Album könnt ihr hier bestellen.

 

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Lord Dying – Poisoned Altars was last modified: Februar 9th, 2015 by Yorck Segatz

Videospiele sind ihm nicht hart genug, daher bemalt er in seiner Freizeit Warhammer-Männlein und hört währenddessen Death Metal. Lange Spaziergänge am Strand macht er nur mit, wenn er anschließend mit seiner He-Man-Figur spielen darf. Ansonsten ist er stubenrein und kann gut stillsitzen.