Zum Release der PlayStation VR brachte Sony eine kaufbare VR-Demo namens PlayStation VR Worlds auf den Markt. Dafür wurden circa 40 Euro fällig. Klar, dass ich zu diesem Preis nicht zugreife. Auf der Testversions-Disc von VR Worlds, die der Hardware beilag, fand sich ein kurzer Spielabschnitt, der mich in einen virtuellen Schießstand verfrachtete. Das hat mir schon verdammt gut gefallen, war aber aufgrund der zeitlichen Einschränkungen nicht wirklich zu gebrauchen. Three Fields Entertainment hat die neue VR-Technologie zum Anlass genommen, um gemeinsam mit Team 17 (ja, die Worms-Macher) einen eben solchen Schießstand auf die PlayStation zu bringen. Gespielt wird mittels der Move-Controller, was hier absolut Sinn macht, immerhin hält man VR-Waffen in der Hand. Wer also vorhat, sich den Download-Titel im PSN zuzulegen, sollte diese zusätzliche Anschaffung bedenken.

Nachdem ich die VR-Brille aufgesetzt habe, finde ich mich in einem runden, sterilen Raum wieder. Hier gibt es nicht viel zu sehen, lediglich meine 9mm-Pistole, die in der Luft vor mir schwebt und den Bewegungen meiner rechten Hand folgt. Der erste Level verlangt von mir, fünf Pappkameraden mit Blei zu füttern. Jeder Schuss zählt, denn nach einem Treffer verschwinden die Zielscheiben und meine Punkte werden gezählt. Je genauer ich die roten Zonen im Kopf- und Brustbereich getroffen habe, desto höher steige ich in der Highscoreliste.

Das ist zu Beginn auch noch relativ einfach. So feuere ich Kugeln auf Pappscheiben oder versuche sie mit Wurfmessern zu treffen. Ich bin relativ zufrieden mit meiner Leistung im Training, allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt. Denn irgendwann nimmt die Anzahl der zu treffenden Zielscheiben rapide zu, und nicht nur das: Braucht man zu lange, um einen Treffer zu landen, ist das Spiel vorbei. Das ist besonders ärgerlich, wenn die Steuerung, die normalerweise ziemlich genau auf die Spielereingaben reagiert, wegen der zappeligen Move-Controller-Umsetzung nicht ganz das macht, was man sich vorstellt. Das ist kein Software-Problem, sondern eines des optischen Trackings.

Im Verlauf von Lethal VR schaltet man dann immer mehr Waffen frei. Neben der Pistole und dem Wurfmesser finden sich dann eine Uzi oder gar Wurfsterne. Diese sind allerdings nicht frei wählbar, sondern immer vom Spiel für bestimmte Level vorgegeben. Man kann nicht zurückgehen und den ersten Level mit der Maschinenpistole niedermähen – Schade eigentlich.

Optisch ist das Ganze „okay“. Man merkt, dass wir uns noch in einem früher Stadium der VR-Games befinden. Lethal VR ist auch nicht als vollwertiges Spiel zu betrachten, sondern eher als eine Tech-Demo, die das Gefühl des realen Schießens vermitteln soll und mich in die Position eines Action-Superstars versetzten soll. „Step into the shoes of an action movie superstar“, so Team 17. Dies gelingt nur bedingt, denn dafür ist das Spiel zu starr. Da stelle ich mir „The Heist“ aus PlayStation VR Worlds um einiges actionreicher vor. Spaß macht der Titel allemal, ist aber eher was für zwischendurch.

Lethal VR gibt es für 14,99 Euro (11,99 Euro Einführungspreis) im PlayStation Store für PlayStation VR.

The YouTube ID of JGxjXoM4PHY is invalid.

Auch interessant

Lethal VR was last modified: Dezember 27th, 2016 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln.
Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.