Der Titel des Comics sagt eigentlich schon alles. Die Suicide Squad, also die unfreiwillige Heldentruppe aus Superschurken, trifft auf die Justice League, die wohl nobelste Heldenvereinigung im Multiverse. Dass dies sowohl in einem handfesten Schlagabtausch, als auch in einem großen Haufen Problemen endet, sollte klar sein.

Während eines Einsatzes der Suicide Squad gegen die Brimstone-Bruderschaft muss die Justice League eingreifen, da die Schurken hier ohne Rücksicht auf Verluste ihre Mission durchdrücken. Dass Batman, Wonder Woman und Co. hier nicht nur Unschuldige vor dem Einsturz eines Wohnhauses retten, sondern sich auch direkt mit der Squad anlegen, ist wenig überraschend. Ein heißer Kampf an einem idyllischen Strand entbrennt, bei der die Bösewichte zunächst den Kürzeren zu ziehen scheinen…

Neben der Taskforce X (der offizielle Name der Suicide Squad, Mitglieder sind Harley Quinn, Killer Croc, Captain Boomerang, Enchantress, Killer Frost, El Diablo und Deadshot) und der Justice League (Mitglieder sind Batman, Wonder Woman, Green Lantern Simon Baz, Green Lantern Jessica Cruz, Flash, Cyborg und Aquaman) tritt noch eine weitere Partei auf den Plan. Maxwell Lord und seine Villain-Armee, bestehend aus Lobo, Emerald Empress, Johnny Sorrow und Rustam führen nichts Gutes im Schilde, stellen für die Gerechtigkeitsliga allerdings noch keine unmittelbare Gefahr dar. Vielmehr ist im ersten der insgesamt drei Hefte Amanda Waller das, was man gemeinhin als „Oberbösewicht“ bezeichnet. Es ist aber dank des unglaublich krassen Cliffhangers klar, dass sich die Situation hier in den folgenden zwei Heften noch weiter zuspitzen wird.

Joshua Williamson, Autor vieler „What if?„-Ausgaben und Schreiber für The Flash, Batman und Justice League weiß genau, was er da macht. Er kennt die Charaktere aller auftretenden Teams bestens und versteht es, eine gute Story zu konstruieren. Hier fällt vor allem der erwähnte Cliffhanger auf, der perfekt vorbereitet wird und zum richtigen Zeitpunkt zündet, so dass ich unglaublich große Lust darauf habe, schnellstmöglich die zweite Ausgabe in die Finger zu bekommen, auch wenn ich ansonsten nicht der größte Justice League-Fan bin. Die Zeichnungen von Jason Fabok und die Farben von Alex Sinclair – beide Künstler sind ebenfalls DC-Experten – summieren sich zu einem detailreichen, stimmigen Gesamtbild, das leider in vielen Situationen einen Photoshop-Effekt zu viel aufweist und somit die Immersion etwas verzerrt. Das reißen dann die beeindruckenden, unglaublich liebevoll gestalteten Doppelseiten mit den typischen Kollisions-Kampfszenen wieder raus. Toll gemacht!

Auf insgesamt 76 Seiten bekommt der Leser eine tolle Geschichte mit sehr guten Zeichnungen. Als Dreingabe hat Panini noch zwei Poster in die Heftmitte getackert, so dass der heimische Leseraum auch adäquat ausgestaltet werden kann. Kaufempfehlung!

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Justice League vs. Suicide Squad #1 was last modified: September 22nd, 2017 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln. Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.