Ich war ja eigentlich immer der absolute Film-Nerd. Ständig im Kino und dann schön zuhause immer alles noch 14 Mal geschaut. Mittlerweile hat aber die Videospielleidenschaft die Oberhand gewonnen, weswegen mein Jahrespensum an Spielfilmen (hier geht es zu meinem Letterbodx-Profil) im Jahre 2016 bei nur noch 89 liegt.

Zum Vergleich: 2015 waren das noch 188, 2014 sogar knapp 300. Ich war einfach zu faul, um regelmäßig das Lichtspielhaus aufzusuchen, bei vielen großen Produktionen habe ich sogar absichtlich darauf gewartet, dass sie auf Blu-Ray erscheinen.

Nicht alle Filme, die es 2016 auf meine „Gesehen“-Liste geschafft haben, sind auch tatsächlich Filme aus diesem Jahr oder gar Filme, die ich zum ersten Mal gesehen habe. Viele davon sind Rewatches, Lieblingsfilme oder einfach Streifen, die ich mit unterschiedlichen Menschen mehrmals gesehen habe.

Flops 2016

Bevor ich zu meinen Highlights des letzten Jahres komme, hier erstmal die schlimmsten Filme, die 2016 meine Netzhaut berührten.

Independence Day: Die Wiederkehr
(Letterboxd-Rating: 1.5/5)

Schrecklich! Ein Festival der Peinlichkeiten. Schlechte Story, schlechte Dialoge, durch und durch amerikanisch. Es fühlt sich fast an, als würde eine gute Portion des Films fehlen, als wären die verschiedenen Storylines von mehreren Schreiberlingen geschrieben und hinterher lieblos zusammengezimmert worden. Jeder kann hier ein Raumschiff fliegen und ist geübt im Umgang mit Schusswaffen. Hier wurde wieder ganz tief in der Stereotypenkiste gegraben während dem Zuschauer die Moral der Gleichheit der Menschen mit dem Trichter ins Hirn gedrückt wird.

Criminal
(Letterboxd-Rating: 1.5/5)

Wer bisher noch nicht davon überzeugt war, dass Kevin Costner ein ganz, ganz miserabler Schauspieler ist, der kommt um Criminal nicht umher. Die Erinnerungen eines CIA-Agenten werden in den Kopf eines bösen, bösen Buben transferiert. Was kann da schon schiefgehen? Alles. Dieser Film ist eine absolute Katastrophe.

Verräter wie wir
(Letterboxd-Rating: 1.5/5)

Ich mag Ewan McGregor eigentlich sehr, aber ein Schauspieler ist auch immer nur so gut wie sein Script. Und was hier auf die Leinwand gekotzt wurde, ist der dümmste Film, für den ich 2016 Kinogeld ausgegeben habe. Dass der Streifen vor lauter Plotlöchern nicht auseinanderfällt, ist Glückssache. Man möchte sich erbrechen ob des pseudoheroischen Endes und der allgemeinen Ahnungslosigkeit des Protagonisten.

Freiwillig hätte ich mir den von vornherein nicht angesehen, aber da geht man ein Mal in fünf Jahren in eine Sneak-Preview… Klar: Bockmist.

 

Tops 2016

Aber es war ja nicht alles schlecht im Jahre 2016. Ich habe auch einige verdammt gute Filme gesehen. Angefangen mit meinem jüngsten Neuzulauf.

Rogue One
(Letterboxd-Rating: 4.5/5)

Endlich wieder Star Wars! Eine nette Geschichte mit austauschbaren Charakteren im Star Wars-Universum der 70er. Großartig! Zwar hatte der Film einige Startschwierigkeiten, sobald die Story aber lief und man wusste, wer wer ist, wurde Weihnachts-Popcornkino vom ganz Allerfeinsten geboten. Mit einer Laufzeit von über zwei Stunden marginal zu lang, konnte Rogue One aufgrund seines Star Wars-Setting dennoch voll punkten.

Harry Potter

Immer wieder Harry Potter. Ich mochte die Reihe als etwas jüngerer Bursche überhaupt nicht, irgendwann machte es dann aber „Klick“ und ich mutierte zum absoluten Fanboy. Seitdem sind regelmäßige Rewatches bei mir Pflicht geworden. Leider habe ich es dieses Jahr nicht geschafft, mir das Fantastic Beasts-Spinoff anzuschauen, hole ich aber schnellstmöglich nach!

Mystery Science Theater 3000 – The Movie

Ein unterschätztes Juwel der Filmgeschichte! Ein absolutes Zitatefeuerwerk, das auch in der deutschen Fassung (mit Oliver Kalkofe und Oliver Welke) Lacher über Lacher ins heimische Wohnzimmer zaubert. Auch beim 400. Mal.

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Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln. Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.