Ich habe erneut den Controller ergriffen und wage mich wieder in die „Undead Burg“.

Den ersten Teil verpasst? Einfach hier klicken!

Ich habe das Gefühl, als hätte mich gegen Ende meiner letzten Spielesession meine Konzentration verlassen. Ich fiel – von Skeletten geschubst – in Abgründe, wurde von Speeren durchbohrt und von Feuerbomben verbrannt. Dabei bedarf es lediglich ein wenig Übung und dem Wissen, an welcher Stelle welcher Gegner darauf lauert, dem nichtsahnenden Dieb das Schwert in die Seite zu bohren.

Also schnell zusammenreißen und schon liegt mein erster Boss, der Taurus Demon, ein ca. 6 Meter großer Stier mit großer Keule, auf der Erde und verpufft in einem leuchtenden Wölkchen. Das Spiel gratuliert mir. Mein erstes ernstzunehmendes Erfolgserlebnis, brauchte ich doch nur drei Anläufe um das Boss-Schema zu lernen und dem Bullen den endgültigen Todesstoß zu verpassen.

Den ganzen Scheiß noch mal machen? Fick Dich, Dark Souls.

Mein Glücksgefühl soll allerdings nicht lange anhalten, denn als ich die Bossarea verlasse und eine große Brücke betrete, werde ich unerwartet von einem heißen Flammenstoß erfasst und bin… naja… tot. Woher dieser Flammenstoß kam, und warum ich nichts dagegen machen konnte weiß ich nicht, ich weiß nur: „Den ganzen Scheiß noch mal machen? Fick Dich, Dark Souls.“

Ich schalte das Spiel aus. Für etwa eine Stunde, denn mich packt wieder der Drang, diese Stelle zu schaffen. Das macht mich glücklich, weil ich dem Spiel zeigen kann, wo es langgeht. Und diesmal geht alles glatt. Ich schlage meinen Weg bis zum Bossdämon (den ich glücklicherweise nicht erneut besiegen muss) und betrachte die tückische Brücke aus der Entfernung.

„Aha, ein Drache also“ denke ich und schaue etwas genauer hin, „Das muss doch zu schaffen sein, von Rumstehen allein jedenfalls komme ich nicht weiter.“ Ich renne los, schlage Haken wie ein Hase, weiche Flammen, Speeren und Schwerten aus und finde mich plötzlich vor einer Treppe wieder, die in einen unterirdischen Raum führt. „Egal, rein da, alles ist besser als hier oben!“ sage ich zu mir selbst. Unten: Kein Gegner, lediglich ein Schleichweg zu meinem geliebten Lagerfeuer.

Nicht schlecht, Dark Souls. So langsam kommen wir auf einen gemeinsamen Nenner. Ich kloppe mich durch den nächsten Abschnitt, besiege giftige Ratten und weitere Skelette, ramme einem glänzenden Warzenschwein mein Schwert in den Po (kein Scheiß, ist echt so passiert) und finde einen Schlüssel, dessen Nutzen ich bisher noch nicht kenne. Ich nehme an, dass ich einfach eine Tür oder einen Gang übersehen habe. Aber das finde ich schon raus. Beim nächsten Mal.

Auch interessant

Joes “Dark Souls”-Tagebuch #2 was last modified: August 24th, 2012 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln. Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.