Ausflüge in die Gefilde des Post Punk und Gothic Rock enden für mich in der Regel nach wenigen Sekunden, doch Ende 2013 erschien da ein Album, das mich dann doch über seine volle Länge packen konnte. Die Rede ist natürlich von Climax, mit dem sich die Finnen von Beastmilk selbst auf meiner musikalischen Landkarte platzieren konnten. Und das will was heißen.

Anno 2015 ist der Name Bestmilk allerdings Geschichte. Das neue Baby nennt sich Grave Pleasures, und vor kurzem wurde der erste Longplayer Dreamcrash über Sony Music veröffentlicht. Mittlerweile ist neben der schwedischen Gitarren-Amazone Linnéa Olsson auch Ex-In Solitude-Drummer Uno Bruniusson an Bord.

Musikalisch stellt das Album eine konsequente Fortführung der Vorgängerband dar: Irgendwo zwischen Post-Punk und Gothic Rock verortet, dabei stets tanzbar und wie aus einem Guss. Böse Zungen behaupten gar, dies sei das perfekte Flachlegalbum. Das Fundament bilden crunchige Gitarren, die viel Raum für Mat McNerney’s Stimme lassen. Die treibenden Drums tun ihr übriges, was man vor allem in der Vorabsingle Crying Wolves (mit schickem avantgardistischen Video) gut hören kann. Sogar ein bisschen Horror Punk kommt zum Vorschein, wenn im knackigen Taste The Void die Danzig-Gesangslinien ausgepackt werden.

Hard’n’Heavy-Fans, die’s seit dem Okkvlt-Hype auch mal etwas ruhiger mögen, sind genauso zum reinhören angehalten wie der aufgeschlossene Indie-Slacker!

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Grave Pleasures – Dreamcrash was last modified: September 15th, 2015 by Yorck Segatz

Videospiele sind ihm nicht hart genug, daher bemalt er in seiner Freizeit Warhammer-Männlein und hört währenddessen Death Metal. Lange Spaziergänge am Strand macht er nur mit, wenn er anschließend mit seiner He-Man-Figur spielen darf. Ansonsten ist er stubenrein und kann gut stillsitzen.