Eigentlich sollte dies das kürzeste Review der Geschichte werden: „Album.of.the.year.2014!“… Aber ganz so einfach will ich es mir dann doch nicht machen…

Manowar. So, jetzt hab ich’s auch gesagt! Derzeit scheint man ja nicht mehr über Grand Magus reden zu können, ohne einen Vergleich mit den einstigen Königen des Metal heran ziehen zu müssen. Selbstverständlich lässt sich nicht bestreiten, dass sich beide Bands vor allem seit GM’s Hammer of the North (2010) sowohl in der Stilistik, als auch in der Thematik ähneln, aber mal ganz ehrlich: Die New Yorker Muskleprotze karren mittlerweile Schaufelradbagger ran, um sich ihr eigenes Grab auszuheben. Also zurück zu Bandleader JB (übrigens mittig im Bild) und seinen beiden Mitstreitern, dem Bassisten Fox (links) und Drummer Ludwig Witt (bleibt ja nur noch einer über): Musikalisch bietet das schwedische Trio auch auf Triumph and Power wieder puren, unverfälschten Stahl in seiner reinsten Form. Nach wie vor ist man also vom Stoner-Sound der Anfangstage viele Ruderschläge entfernt. Heißt aber in diesem Fall (wie immer bei GM) nichts schlechtes.
grandmagus-triumphandpower„It sounds like Dio, but tuned down to C“ hat Frontmann und Sympathiebolzen JB mal an anderer Stelle verlauten lassen und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Epik wird hier groß geschrieben: Man höre nur das Hauptriff des Tracks Dominator oder das Solo zu Holmgång. Mehr hartmetallische Klassik geht nicht! Textlich bewegt sich alles wie üblich auf paganem Terrain, jedoch ohne dabei plakativ-peinliche Wikingerromantik zu versprühen. Das kann man getrost der methornschwingenden Heidenfest-Meute überlassen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Grand Magus ihr bisheriges Meisterstück The Hunt aus 2012 noch einmal toppen konnten. Lediglich das Artwork bleibt etwas hinter dem des Vorgängers zurück. Wer härteren Klängen nicht ganz abgeneigt ist und u.a. Metallica oder Slayer in der Playlist hat, sollte ein Ohr riskieren – Wer jedoch hinter allem ein -core braucht, ist hier wohl an der falschen Adresse…

Ab dem 19.3.2014 überfallen die Jungs auch deutsche Ufer, mit im Gepäck sind Audrey Horne, Zodiac und The Vintage Caravan. Dazu später mehr!

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Grand Magus – Triumph And Power was last modified: Februar 6th, 2014 by Yorck Segatz

Videospiele sind ihm nicht hart genug, daher bemalt er in seiner Freizeit Warhammer-Männlein und hört währenddessen Death Metal. Lange Spaziergänge am Strand macht er nur mit, wenn er anschließend mit seiner He-Man-Figur spielen darf. Ansonsten ist er stubenrein und kann gut stillsitzen.