Schmutzige Bomben, mobile Drohnen, vierbeinige Panzer, eine moderne Geistergeschichte – Glaubt Ihr noch an Geister?

Beim Verhindern einer Waffenlieferung geht eine schmutzige Bombe hoch. Nachdem wir in diesem spielbaren Prologue die Grundlagen der Steuerung lernen und miterleben dürfen, wie eins der sogenannten „Ghost Squads“ ausgelöscht wird, schlüpfen wir als Teil eines neuen vierköpfigen Elite Teams, den „Ghosts“, in die Rolle des Sergeant John Kozak. Losgeschickt um die Schuldigen zu finden und einen international drohenden Zwischenfall zu verhindern, treibt uns die Jagd über Nigeria, Pakistan, Russland und einige weitere sehr abwechslungsreiche Schauplätze quer durch die Welt.

Gameplay

GRFS präsentiert ein neues Deckungssystem.

Ausgestattet mit dem Modernsten, was das amerikanische Militär zu bieten hat, schalten wir jede Menge Bösewichte aus. Hierbei bleibt uns in vielen Missionen die freie Wahl wie wir vorgehen möchten. Radikales Rumgeballer mit Sturmgewehren oder aber lautloses taktisches Ausschalten der Gegner mit Hilfe von mobilen Drohnen, Bewegungsmeldern, Infrarotrotvisieren, Active Camouflage (optischen Tarntechnologie), dem Schalldämpfer oder Nahkampfangriffen. Nicht zuletzt durch die Unterstützung unserer drei Begleiter bereitet die lautlose Variante viel Spaß und funktioniert zudem auch glücklicherweise sehr gut.

Die KI-Kollegen, die auch durch menschliche Spieler ersetzt werden können, positionieren sich selbstständig und visieren schnell und präzise das markierte Ziel an. Mit diesem „Mark And Execute“ Feature ist es sogar möglich komplette Missionsziele abzuschließen ohne selbst einen Schuss abzufeuern. Maximal können 4 Tangos markiert werden, die dann mit einem syncronisiertem Schuss ausgeschaltet werden. Schleichmissionen können kurzfristig frustrieren, ansonsten hat das Spiel einen recht angenehmen Schwierigkeitsgrad. Hier kann man mit guter Vorausplanung punkten.

Präsentation

Ghost Recon: Future Soldier sieht durchschnittlich aus, läuft dafür aber meistens flüssig. Ein paar unscharfe Texturen, ein paar Beleuchtungsprobleme, nichts Wildes. Im Gegenzug werden allerdings oft große Bereiche gerendert. In-Game-Sequenzen sind schön realisiert und spiegeln die Bewegungsabläufe solcher Elite-Einheiten glaubhaft wieder. Manche Zwischensequenzen hingegen hätte man sich lieber sparen können. Das HUD soll einem „Augemented Reality“ vorgaukeln und sieht echt okay aus, der Bildschirm wirkt nicht zugepackt.

Die Steuerung von Ghost Recon: Future Soldier ist shootertypisch. Das Zielen geht gut vom Daumen und das Schießen macht Spaß; die Waffe fühlt sich gut an. Hinzugefügt wurde ein Cover-System à la Gears of War welches allerdings noch etwas erweitert wurde: Man kann nun automatisch in Deckungen sprinten. Nicht getestet und kein Teil dieses Reviews ist die integrierte Kinect-Steuerung.

Für Büchsenmachergesellen

Nein, nicht nur Waffennarren und Büchsenmacher kriegen im „Gunsmith-Mode“ leuchtende Augen. Hier könnt Ihr euch eure eigene Waffe bis ins kleinste Detail zusammenbauen und modifizieren.

Man kann nicht nur Aufsätze und Farbe verändern sondern auch das Innenleben jeder Waffe. Verschiedene Abzugssysteme, Gewehrläufe, Gas-Systeme, und vieles mehr verändern natürlich auch das Handling jeder Waffe. Anschließend kann man mit einem Fingerdruck die gerade zusammengebaute Waffe blitzschnell auf der eigenen Shooting-Range testen.

Multiplayer

Pro Fraktion gibt es drei verschiedene Klassen die jeweils einzelne XP erhalten und unabhängig voneinander aufgewertet werden können. Jede Klasse hat Ihre eigenen Vor- und Nachteile, Ihr eigenes Equipment und Bewaffnung. Diese könnt Ihr natürlich auch im Multiplayer-Modus modifizieren und testen. Zum Aufsteigen habt Ihr vier Spielmodi zur Auswahl. Erobern und Halten ist in allen angesagt, ein Team-Deathmatch oder Capture-The-Flag sucht man vergebens.

Neben dem normalen Multiplayer-Modus gibt es noch den cooporientierten („Horde“-ähnlichen) „Guerilla“ Modus. Hier kann man sich mit maximal vier Mitspielern durch 50 Gegnerwellen kämpfen. Auch hier muss man erst einen Punkt einnehmen und anschließend verteidigen.

Fazit

Wer einen neuen Multiplayer-Shooter sucht und gerne mit Freunden zusammen spielt sollte sich Ghost Recon: Future Soldier mal genauer ansehen. Die taktischen Elemente und Strategien machen gerade in Multiplayer- und Coop-Modus richtig Spaß. Der Singleplayer an sich ist recht kurzweilig, hier macht Future Soldier nichts außergewöhnlich gut aber auch nichts wirklich schlecht. Offline-Player erleben quasi nur die Hälfte des Spiels.

The YouTube ID of Ef5HGdxMG9A is invalid.

Auch interessant

Ghost Recon: Future Soldier was last modified: Juli 19th, 2012 by Mo

(Gastautor)