For Honor aus dem Hause Ubisoft steht schon seit seiner Ankündigung im Sommer 2016 weit oben auf meiner Beobachtungsliste. Nach Chivalry, das ich eine ganze Zeit lang relativ exzessiv gefeiert hatte, steht nun ein weiterer Melee-Combat-Titel auf dem Plan, der mit einem ordentlichen Budget im Rücken darauf aus ist, die Spielecharts zu erobern.

In einem Match, in dem sechs waffenschwingende Recken in zwei Teams gegeneinander antreten, kämpfen wir um Eroberungspunkte, also ein Domination-Modus. MOBA-ähnlich rennen hier Creeps, die mit einem Schlag vernichtet werden können, über das Schlachtfeld und halten Frontlinien. Die Aufgabe der Helden ist es, bestimmte Punkte auf der etwas unterdimensionierten Karte zu erobern und zu halten. Je länger ihnen das gelingt, umso mehr Score regnet aufs Konto.

Zur Auswahl standen in der Vorabversion auf der gamescom 2016 ein Ritter, ein Samurai und eine Art Wikinger-Badass-Barbar. Badass wie ich bin, wähle ich natürlich den nordischen Recken, der mit meinem Gear-Setup eine große Zweihänderaxt schwingt, die zwar in Sachen Angriffsgeschwindigkeit etwas zu wünschen übrig lassen würde, dafür aber ordentlich Schaden verteilt.

Zunächst spiele ich ein Tutorial, in dem mir die Angriffs- und Verteidigungssteuerung erklärt wird. Und hier wird es schon direkt interessant, denn Angriffe und Verteidigungsbewegungen erfolgen grundsätzlich aus einer von drei Richtungen: Oben, rechts und links. Wenn das bewaffnete Gegenüber einen Angriff in der gleichen Richtung abwehrt, erleidet es keinen Schaden von schnellen Angriffen, die wenig Schaden verursachen, und schweren Angriffen, die zwar langsam sind, dafür aber massiv am Gesundheitsbalken des Gegners zerren. Bin ich in der Lage, drei schnelle Angriffe, quasi als Combo-Chain, in Folge zu landen, wird mein nächster Angriff der Abfolge unblockbar.

Nachdem die Matchzeit abgelaufen ist, beginnt eine Art Sudden-Death-Modus. Von nun an kann nicht mehr respawnt werden; tot bedeutet tot. Von nun an ist das taktische Vorgehen beim Erobern der Checkpunkte egal und das große PvP-Spielermetzeln beginnt. Ich habe die Ehre, die Runde mit einem Exekutionskill zu beenden, hacke dem Gegenspieler den Kopf ab und darf mich über den Sieg für mein Team freuen.

Grafisch sieht For Honor top aus. Gespielt wurde in 4K, wir dürfen aber annehmen, dass auch die PS4- und Xbox One-Fassungen ziemlich feines Eyecandy sein werden. Alles lief superflüssig, die Bewegungsanimationen waren absolut zucker und die Geräuschkulisse verfrachtete mich direkt in vergangene Zeiten, in denen Konflikte noch mit Schwertern und nicht mit Bomben gelöst wurden.

Ich blicke positiv in die Zukunft und freue mich nach diesem angenehmen Ersteindruck auf den Release von For Honor, der passenderweise am Valentinstag 2017 sein wird. Hiebe statt Liebe!

Auch interessant

gamescom 2016 – For Honor was last modified: August 20th, 2016 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln. Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.