Mein (fast) jährliches Ritual auf der gamescom ist der Besuch von den Mädels von Gameforge. Im Gepäck hatten sie ihren Vorzeigetitel Dropzone, den ich vor Ort unter Anleitung eines Entwicklers anspielen durfte.

Verantwortlich für die Schmiede des Titels ist das Studio Sparkypants, dessen Mitglieder allesamt unglaublich viel Erfahrung im RTS-Sektor gesammelt haben und auch schon an großen Titel gearbeitet haben. Der Designprozess von Dropzone verlief iterativ, heißt: Eine Sache wird so lange neu gemacht, bis sie so funktioniert, dass es Sinn und Spaß macht. Das Ergebnis, das sich momentan in der Beta-Phase befindet, macht selbst mir als eher RTS-scheuen MOBA-Aus-dem-Weg-Geher Spaß.

Dropzone ist nämlich eine Mischung aus MOBA (Multiplayer Online Battle Arena, hierzu zählen u.a. League of Legends, DotA2, Awesomenauts und viele mehr) und RTS (Real-Time Strategy, dazu gehören z.B. StarCraft, Command & Conquer, Total War und viele weitere) und soll dem Genre einen neuen Anstrich geben. Die Matches dauern immer exakt 15 Minuten und werden immer 1 vs 1 gespielt (später kommen noch 2:2-Matches hinzu). So wird nicht nur dem MOBA-typischen Geflame innerhalb des Teams vorgebeugt, das genaue Timing ermöglich auch genaue Schedules im e-Sports-Bereich, z.B. für Live-Übertragungen.

Jeder Spieler steuert drei Helden in ihren Mechs über das Spielfeld. Ziel des Spiels ist es, sogenannte „Cores“ auf der Mitte der Karte abzuliefern. Jeder Core ist ein Punkt, der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Gewonnen werden diese Cores entweder von getöteten Creeps, die sich auf der Karte befinden oder durch getötete Charaktere, die Cores tragen. Dabei können die Charaktere aufleveln und neue Fähigkeiten freischalten. Insgesamt drei Klassen stellt das Spiel zur Verfügung, für ein ausbalanciertes Spielerlebnis wählt man natürlich für ein Spiel alle drei: Tank, Gunner und Mechanic.

Und weil ein Spiel mit nur einem Ziel schnell langweilig werden kann, bieten die Spielfelder sogenannte „Map-Objectives“. Hier gilt es, eine gewisse Anzahl Creep-Bosse zu töten oder bestimmte Stellungen auf der Karte einzunehmen. Dadurch werden zusätzlich Erfahrungspunkte generiert, was Spielern, die schnell ihre Objectives abklappern, zusätzliche Vorteile verschafft. Quasi ein Meta-Game im Game, wozu auch die ganzen RPG-Elemente gehören, die sich durch Charakterinventare und das erwähnte Level-System (mit individuellem Level-Skilltree) auszeichnen.

Das Ganze sieht zudem auch noch relativ hübsch aus; Tolle Animationen und hübsch gestaltete HUD-Elemente stechen hier besonders ins Auge. Wenn also der Spielspaß auf lange Sicht aufrechterhalten wird, kann ich mir vorstellen, zum Zocken wieder an den PC zu wechseln, denn die 15 Minuten, die ich in der gamescom-Proberunde verbringen konnte, hatte ich wirklich Spaß an Dropzone. Wer möchte, kann sich das Ding schon mal vormerken oder sich irgendwo einen Beta-Key erschnorren.

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gamescom 2016 – Dropzone was last modified: August 31st, 2016 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln. Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.