Bungie und Activision veranstalten ein großes Team-Up – Wird Destiny „Das nächste große Ding“?

destiny_screengamescom 2013, Donnerstagabend. Ich bin müde und leicht vom Entwicklersprech des Tages genervt. Alles ist superinnovativ und der neueste Kloppmistshooter wird die Revolution auf dem Videospielmarkt. Die Präsentation von Destiny im viel zu kalten Minikino unterhalb der heiligen gamescom-Hallen musste einfach gut werden, das besagt das Gesetz der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Oder so.

Ich sitze in einem bequemen Sessel, halte eine Cola in der Hand und blicke auf einen großen Fernseher, von dessen Seiten mich zwei Frauen anlächeln. Links steht eine sehr amerikanische Dame von Activision, rechts eine junge Frau, ihres Zeichens Mitarbeiterin bei Bungie. Activision hat sich in seiner Publisherkarriere Titel wie BLUR, Call of Duty, Golden Eye und Prototype 2 als Kerben in den Bettpfosten geritzt, Bungies Karriere beschränkt sich auf Myth und die Halo-Reihe unter der Fuchtel von Microsoft. Nun tun sich die beiden Unternehmen zusammen um einen MMO-Shooter unter das willige Volk zu jubeln, im Visier vor allem Halo-Fans und Menschen, die sich gerne virtuell gegenseitig in die Klöten ballern. Also alle männlichen Mitmenschen unter 16. Destiny soll das Schmuckstück heißen und einige superinnovative Neuerungen bringen.

Schnieke sieht das Ding ja aus, quasi fast wie Halo. Zumindest verspricht dies die ViDoc, die die anwesenden Pressemenschen hier gezeigt bekommen. Das große Problem an der Sache: Es werden viele Dinge versprochen, die noch nicht feststehen. Viele Baustellen sind noch gänzlich ungeklärt, beispielsweise das Levelsystem, das Levelscaling, das Cross-Platforming… Eine nette Idee macht leider noch kein Spiel.

Destiny-13

Die World-Events, die periodisch auftreten und die Spieler kooperativ an Kämpfen teilnehmen lassen, klingen vielversprechend, aber so wirklich innovativ ist das alles nicht wirklich. Viel zu sehr werde ich immer wieder an Guild Wars 2 erinnert und selbst die Damen neben dem Fernseher fühlen sich sichtlich ertappt, als ich den Namen in meiner Frage nach dem Levelscaling fallen lasse.

Gerüchten zufolge soll Destiny über 10 Jahre lang supportet werden, zumindest in der PC-, XB1– und PS4-Version (PS360-Versionen sind ebenfalls angekündigt, aber ich denke, dass man die sich klemmen kann). Momentan maße ich mir allerdings noch kein Urteil über das Spiel an – Zu wenige Infos, zu vage Vorstellungen vom finalen Produkt. Es bleibt abzuwarten, was die Entwickler aus der guten Vorlage machen.

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Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln. Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.