Yoho, Piraten haben’s gut. Und Fanboys auch. Meine halbe Stunde mit Edward Kenway und Sylvain Trottier.

Ihr wisst bescheid: Ich bin größtmöglicher Assassin’s Creed-Fanboy. Deswegen war die Präsentation des neuesten Ablegers der Attentäterreihe für mich so was wie ein kleines Highlight. Ich stehe in einem kleinen Raum viel zu nah vor einem überdimensionierten Fernseher und halte einen PS4-Controller in der Hand während ich über Kopfhörer Anweisungen von Sylvain Trottier bekomme, seines Zeichens Associate Producer von AC4. Der Mann mit dem Bart fragt mich, was ich gerne spielen würde. Ich entscheide mich für die offene Welt; schließlich möchte ich ausprobieren, wie die Seeschlachten, die im Vorgänger eher so-lala in das mäßige Gameplay integriert wurden, nun das Spielgeschehen beeinflussen.

So steuere ich also mein Schiff, die Jackdaw, durch hohe Wellen (was atemberaubend cool aussieht), ballere wild um mich und werde von Trottier gefragt, ob ich denn mal an Land gehen möchte. Ich sage „Aber hallo!“, drehe am Steuerrad und rase auf die hübsche Küste einer kleinen Insel zu. Das Erstaunliche: Keinerlei Ladezeiten trüben das Erlebnis. Ich kann ganz einfach an der Küste halten, ins Wasser springen und an Land in den erstbesten Busch springen um mir einen Eindruck von der Szenerie zu machen. Meine Aufgabe ist es, einen Schlüssel zu finden und in ein Lagerhaus einzudringen.

Assasss_creed_4_ac4_03Das klingt natürlich leichter als gedacht, denn der Schlüsselträger ist bewacht von bewaffneten Soldaten und Scharfschützen, die sich an strategisch durchdachten Orten platziert haben um möglichen Eindringlingen (wie mir) möglichst schnell den Garaus machen zu können. Ich muss also einen Plan entwickeln, wie ich möglichst ungesehen durch diesen Gegnerwust gelange. Und hier entdecke ich den nächsten Unterschied zu Assassin’s Creed III (hier übrigens unser Review): „Stealth is back!“ Allem Anschein nach ist es in vielen Situationen wieder unabdingbar, so unentdeckt wie möglich durch bestimmte Passagen zu kommen. Kein wildes Rumgeballer mehr, kein überlegenes Abschlachten von schieren Gegnermassen mehr. Das finde ich hervorragend, bringt dieser Umstand die Reihe doch wieder näher an ihre Urspünge zurück.

Minigames gibt es zwar immer noch, dafür entschädigen aber die wundervoll gestaltete Landschaft und die riesige Spielwelt, die nicht unbedingt komplett per Schiff bereist werden muss, sondern auch per Schnellreise von Ort zu Ort gesprungen werden kann. Nach AC3 endlich ein Teil, der etwas Abwechslung in Sachen Gameplay verspricht. Ich hoffe, aus den Fehlern der Vergangenheit wurde gelernt. Fanboy-galore!

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gamescom 2013 – Assassin’s Creed IV: Black Flag was last modified: September 3rd, 2013 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln. Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.