Mit dem Launch von PlayStation VR schafft es neben EVE: Valkyrie ein weiterer Titel aus dem EVE-Universum auf Sonys Virtual-Reality-Plattform: EVE: Gunjack. Erstmals konnte ich den Shooter auf der gamescom 2015 mit der Gear VR auf einem Galaxy-Smartphone anspielen. Allerdings ist die Schusssteuerung an der Brille selbst auf Dauer keine zufriedenstellende Lösung. Umso erfreuter war ich auf der nachfolgenden gamescom, als CCP Games den PSVR-Port von EVE: Gunjack vorstellte. Endlich gescheite Controller-Steuerung und eine leicht angezogene Auflösung in der PS4-Version.

Moorhuhn VR

Das Grundprinzip von EVE: Gunjack ist schnell erklärt: Alien greifen ein Minenschiff an, welches verteidigt werden muss. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines (namensgebenden) Gunjacks, der – in einem Geschützturm sitzend – auf eintreffende Außerirdische ballert und dessen Mission einen klaren Tenor besitzt: Töte alles, was sich bewegt.

gunjack_2Von der grundsätzlichen Atmosphäre fühlt sich EVE: Gunjack etwas greifbarer an, als das sehr sphärisch wirkende Schwesterspiel EVE: Valkyrie. Stahl, Feuer und Rost dominieren hier das Erscheinungsbild von Menü und Gameplay. Die Navigation durch die Menüstruktur geht um einiges schneller und intuitiver von der Hand. Das mag zwar zum einen den Grund haben, dass der Umfang des Spiels wesentlich geringer ist, als der des hauseigenen Vollpreistitels. Dafür kostet das, was man getrost als eine Mischung aus Space Invaders und Moorhuhn bezeichnen könnte, zu Release im PSN gerade mal 10 Euro (für PS-Plus-Mitglieder 8 Euro). Ein mehr als fairer Preis für ein grandioses Spiel, das im fortschreitenden Vorankommen ordentlich am Schwierigkeitsregler dreht.

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Gucken, Feuern, Nachladen!

gunjack_1Durch das relativ genaue Tracking des PlayStation VR-Headsets das Zielen durch Drehen des Kopfes ein Leichtes. Das Betätigen der R2-Taste des Dualshock 4-Controllers lässt den Geschützturm des Gunjacks auf einfliegende Alienschiffe feuern, die Dreieckstaste lädt die Kanonen nach. Hier sollte man allerdings des besten Moment abpassen, da dieses Procedere relativ lange dauert. Sobald man Spezialwaffen wie zum Beispiel Raketen eingesammelt hat, kann man diese mit L2 in begrenzter Anzahl abfeuern. Obwohl das Gameplay einfacher kaum sein könnte, kommt der Spieler nach den ersten paar Einführungsleveln bereits ins Schwitzen. Denn obwohl die Gegnerschiffe immer in gleicher Abfolge gen Minenschiff prasseln, kann man wirklich nicht mehr davon reden, die Stages mit Leichtigkeit abschließen zu können. Davon zeugt dann auch die globale Highscoreliste, die mir regelmäßig Tränen der Unzufriedenheit in die Augen treibt.

Denn das ist, worum es letztlich geht: Punkte sammeln. Viele verschiedene Faktoren haben hier ihre Finger im Spiel: Anzahl der abgeschossenen Gegner, verbrauchte Continues, Multiplikatoren… Um wirklich ganz oben zu landen, muss man schon wirklich mehr als perfekt spielen und die Levels quasi auswendig lernen, denn wir wissen ja alle, wie Gamer sind, wenn es darum geht, besser als andere zu sein.

Fazit

Von der Anzahl der Levels her, die man jeweils durch abschließen vorangegangener Missionen freischalten kann, kann man wirklich nicht meckern. CCP Games verlangt mit 10 Euro wirklich nicht zuviel für einen Shooter, der auf der PlayStation VR eine verdammt gute Figur macht, aber mit Sicherheit auch auf den anderen Nicht-Mobile-Plattformen Oculus Rift und HTC Vive unglaublich viel Spaß macht. Auch als Hotseat-Party-Game ist EVE: Gunjack mehr als geeignet. Besitzer einer PlayStation VR sollten, ob Fan des Genres oder nicht, gerade bei dem niedrigen Preis unbedingt zugreifen. Das ist gut angelegtes Geld.

Prädikat: Besonders Awesome!

 

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EVE: Gunjack was last modified: Oktober 23rd, 2016 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln.
Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.