Das Blastorchester schwingt den Vorschlaghammer! Anders lässt sich das kurzweilige Wohlgefallen, welches die vorliegende A Presentation of Gruesome Poetics EP verbreitet, nicht beschreiben.

The Drip aus dem Staate Washington spielen angedeathten Grind (*hach* diese Anglizismen) mit Hardcore-Attitüde, der dich direkt zwischen den Augen trifft. Oldschool to the bone – will heißen: Ohne nervtötende Pigsqueals und unnötige Samples, nur pure Aggression und ein Drummer aus Fleisch und Blut. Nichts für Duftmäuschen! Als direkter Vergleich schießen mir direkt Nails, aber auch Trap Them ins alkoholgetränkte Gedächtnis, die in ähnlicher Richtung agieren.

Sechs Granaten in knappen 12 Minuten ist ein guter Schnitt, die kürzeste Eruption, Bygones Only Burn Once (auch noch der längste Titel), dauert grade mal 80 Sekunden. Zum Glück wird das Gaspedal nicht die ganze Zeit durchgetreten, verwüstendes Midtempo hat ebenfalls einen hohen stellenwert im Sound des Quartetts. Übrigens sind die Herren beinahe in Personalunion auch in einer anderen Krawallkombo tätig, nämlich Mortal Remains.

Wie gruesome die präsentierte Poesie wirklich ist, kann ich mir leider nur ausmalen, da der Promo keine Texte beiliegen. Aber ich bin mir sicher, dass hier lyrisch die abgesägte Shotgun regiert! Zeitgemäß produziert wurde das Scheibchen übrigens von Mr. Toxic Holocaust persönlich, Joel Grind. Lasst euch gesagt sein: Der Mann weiß, was gut ist! …nicht nur ich ;)

Release-Datum in Deutschland ist der 11.4.2014. Riskiert ein Ohr bei Bandcamp und seht euch im Relapse-Shop mal die wunderschöne 12“ mit Etching auf der B-Seite an:

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The Drip – A Presentation Of Gruesome Poetics EP was last modified: April 10th, 2014 by Yorck Segatz

Videospiele sind ihm nicht hart genug, daher bemalt er in seiner Freizeit Warhammer-Männlein und hört währenddessen Death Metal. Lange Spaziergänge am Strand macht er nur mit, wenn er anschließend mit seiner He-Man-Figur spielen darf. Ansonsten ist er stubenrein und kann gut stillsitzen.