Abenteuerfilme für Kinder… Wenn ich das schon höre kitzelt der Kotzreiz fröhlich in meiner Magengrube. Lieber verspeise ich das halbverweste Rektum eines überfahrenen Eichhörnchens als mir so einen Kack anzutun. Aber – wie immer – bestätigen Ausnahmen die Regel. Los geht’s – auf die Insel der Abenteuer! (Ich muss schon wieder ein wenig kotzen.)

Wow, cooler Vorspann!
Mein lieber Scholli, der Vorspann ist ja geil gemacht. Hier wird in animierten Bilder kurz die Hintergrundgeschichte der mit ihrem Vater auf einer einsamen Insel lebenden Nim erklärt. Die Kurzform: Mutter tot. Egal. Die Visuals des Films sind eh viel interessanter. Hätte ich nicht erwartet! Da hat sich einer echt Mühe gegeben – ziemlich geil gemacht. Sogar die animierten Tiere, die Freunde des kleinen Mädchens, sehen nicht so scheiße aus, wie man es gewohnt ist. Meine Augäpfel kichern ein wenig vor Freude.

Madness?  This is the Insel of Abenteuer!
Wow, Gerard Butler! Und nochmal „Wow!“ – Jodie Foster! Hier werden ja schwere Geschütze aufgefahren. Butler spielt Nims Vater, seines Zeichens Meeresbiologe (oder so ein Quatsch), der mit seiner Nussschale auf eine Zweitagesreise aufbricht und seine Tochter alleine auf der Insel zurücklässt. Unverantwortlich, so was! Jodie Foster spielt eine weltberühmte Abenteuerbuchautorin, die mit Agoraphobie (also kein Bock, vor die Tür zu gehen) in Los Angeles (irgendwo in Nordamerika) sitzt und durch Zufall erfährt, dass Nim ganz alleine auf der Insel ist und (Achtung!) PIRATEN versuchen, die Insel zu übernehmen. Yo-Ho!
Foster quält sich also vor die Tür, kotzt erstmal vor’s Taxi, und ab in’s Flugzeug! Zwischendrin gibt’s noch einen furzenden Seehund und einen halben Vulkanausbruch. Ich bin jetzt nicht vor Spannung vom Sofa gekippt, kann mir aber gut vorstellen, dass sich ein 7-Jähriger ordentlich einscheißen würde. Muss ich irgendwann mal ausprobieren.

Alles in allem hatte ich doch überraschenderweise viel Spaß, was nicht zuletzt an formidablen Schauspielern, deliziösen Effekten und einer mittelgut ausgearbeiteten Story lag, die mich ein wenig an meine eigene Kindheit erinnert hat. Hatte versteckte Ansätze von „Kevin allein zu Haus“, nur nicht halb so innovativ. Trotzdem (oder grade deswegen) gibt’s hier ein paar Extrapünktchen. Das nervige Blag, das die Insel vor den bösen Freibeutern beschützen will geht mir mitunter übel auf die Nüsse, aber im Großen und Ganzen bleibt ein positiver Nachgeschmack hängen, der mich sämtliche Grinsorgien der kleinen Göre fast vergessen lassen. Die hört ja echt nie auf, grenzlabil in den Urwald zu lachen! Ich glaube, die ist einmal zu oft aus dem Baumhaus gefallen…

Von mir gibt’s für „Die Insel der Abenteuer“ eine ganz klare Anguck-Empfehlung.

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Die Insel der Abenteuer was last modified: Juli 26th, 2011 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln. Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.