Wow – Was für ein Filmtitel! Lässt alle Fragen offen, worum es in dem Streifen geht – Ich hab bis zum Abspann nicht verstanden, dass sich tatsächlich alles um eine U-Bahn-Entführung dreht… Verrückt!

Travolta, Denzel und der komische Kerl aus Transformers (nicht Shia LaDouche, ich meine den komischen Agentenkerl, John Turturro. Hat auch in „The Big Lebowski“ und „Der geheime Garten“ mitgespielt) in einem Film über eine U-Bahn-Entführung. Solche Flicks haben sich meine Eltern vor 20 Jahren (im Zeitalter der „Katastrophenfilme“) angeguckt, und die waren damals schon scheiße. Aber Travolta gebe ich immer wieder mal ne Chance – Der ist klasse!

Nochmal kurz, falls ich es noch nicht oft genug gesagt haben sollte: Es geht um eine entführte U-Bahn. Travolta klaut das Ding, nimmt Geiseln und will eine Quatrilliarde Dollar in kleinen Scheinen. Denzel koordiniert in der Leitstelle die U-Bahnen und ist auf einmal ungewollt der Kontaktmann des bösen Mannes. So schnell kann’s gehen, Pech gehabt.

Es kommt wie es kommen muss und Travolta ballert laut brüllend ein, zwei Geiseln weg und Denzel muss den Helden spielen, durch unterirdische Tunnel hüpfen und dem Verbrecherpack das Geld persönlich vorbeibringen. Ist nicht der spannendste Film der Welt, aber John Travolta – ich wiederhole mich hier bewusst – ist einfach klasse. Mit dem Gay-Trucker-Bart™ und einem irren Grinsen kauf ich ihm die Rolle des durchgeknallten Pseudo-Terroristen sogar fast ab. Denzel mimt gewohnt einschläfernd mit seinem patentierten betroffenen Blick in Großaufnahme. Gähn!

Highlights des Streifens sind eindeutigerweise die gefühlten hundert Liter Blut, die zwei der Terroristen aus genau so vielen Schusswunden in die Umwelt absondern und dabei noch fröhlich die ebenfalls hundert auf sie schießenden Polizisten unter Beschuss setzen. In Zeitlupe. Da hat man noch günstig Kunstblut aus dem SFX-Discount bestellen müssen. Piff-Paff-Spratz.

Das Ganze ist ein Remake (1974) auf der Grundlage eines Romans (1973), der Titel war damals noch viel dramatischer: „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123!“. Wow! Da hatte wieder jemand einen Hang zum Theatralischen. Regisseur Tony Scott (Bruder von Ridley Scott) hat hier aber einen soliden Thriller mit ordentlich Action geliefert. Ich mochte die Geldtransportfahrt quer durch New York City sehr. Römms!

Minuspunkte gibt’s wie immer für Denzel und die unglaublich ätzende Introsequenz (ruckel-ruckel). Das machen aber die gestochen scharfen Nahaufnahmen (echt genial) wieder wett. Full-HD ist klasse. Travolta auch.

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Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 was last modified: August 11th, 2011 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln.
Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.