Übertrieben grell, ohrenbetäubend laut und grenzenlos patriotisch – Die Mädels von Free Lives holen die US-Amerikanische Flagge raus und tragen den Frieden hinaus in die Welt. Und wie würde das besser funktionieren als mit einer ordentlichen Wumme unter dem Arm und in Gesellschaft von bis zu drei Bros?

Oh say can you democracy?

explosionBroforce ist nicht der typische 2D-Plattformer, der dem geneigten Spieler seit Jahrzehnten immer wieder in leicht veränderter Form lauwarm aufbereitet vor die Nase gesetzt wird. Kein Super Mario, der nimmermüde von Schildkröte zu Schildkröte springt und auch kein Sonic, der das professionelle Leveldesign in eine verschwommene Masse grellbunter Bildpunkte verwandelt. Vielmehr wird hier ein pixeliges Chaos, bestehend aus Explosionen, Gedärmen und einer kräftigen Portion Demokratie, zelebriert. ‚Murica von vorne bis hinten!

Als Ein-Mann-Kampfmaschine betritt der Spieler die zweidimensionale Pixelwelt, und bewegt die muskulöse Spielfigur in gewohnter Manier von links nach rechts, in der Hand ein Maschinengewehr, das im Rhythmus der Nationalhymne Stars und Stripes auf terroristische Schergen regnen lässt. Dabei können die quadratischen Bestandteile einer jeden Map durch Waffengebrauch in ein bezauberndes Nichts verwandelt werden, was beispielsweise Querfeldein-Abkürzungen ermöglicht, aber auch für bestimmte Gameplayelemente nicht unnötig ist.

Bros before Levelboss

landmineDabei ist es das zu erreichende Ziel eines jeden Levels, den jeweiligen Endboss – der wohl nicht nur zufälligerweise aussieht, wie ein Teufel – in eine breiige Masse zu zerballern. Dabei ist hier, dem Taoismus folgend, der Weg das Ziel, denn mit zunehmendem Fortschritt wird das Leveldesign anspruchsvoller und die kurzen Stages verlangen dem Spieler mehr und mehr ab. Es ist also nur angebracht, dem User bei guter Leistung zusätzliche Leben zur Verfügung zu stellen, was in Form von zu rettenden Bros geschieht. Dabei ist es – im Rahmen der bereits freigeschalteten Spielfiguren – völliger Zufall, welche Bro denn nun im Käfig auf seine Befreiung wartet. Ob das Indiana Brones, Robrocop oder Rambro ist – Momentan beläuft die Anzahl der Charaktere, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften ausweisen, auf 15 Stück, was aber in unregelmäßigen Abständen mit zusätzlichen Bros aufgefüllt werden wird.

parachutemooksIm lokalen Bro-Op-Modus oder Online können Kumpels (und Wildfremde) jetzt gemeinsam die Demokratie in fremde Länder bringen. Wer darauf keine Lust hat, kann sich auch in Deathmatch-Arenen gegenseitig in mundgerechte Happen zerschießen. Und wer selbst das nicht mehr möchte, der designt sich mit dem kostenlosen Level-Editor einfach sein höchsteigenes Afghanistan, Südkorea oder sonstiges erdölreiches Land, das der gemeine Nordamerikaner nicht einmal auf einer Weltkarte finden würde. Mit allen Schikanen.

Zusätzlich gibt es das Free-Lives-Qualitätsversprechen: Für jeden ingame getöteten Terroristen, stirbt ein Terrorist im echten Leben. Wenn das mal nichts ist.

Early access: Kaufen!

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Preview: Broforce was last modified: April 15th, 2014 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln. Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.