Wer am Ende von Bioshock Infinite etwas blöd reinschaute, hat jetzt Joes ultimative Erklärung! SPOILER!

SPOILERWARNUNG! Achtung! Wer Bioshock Infinite noch nicht oder noch nicht vollständig gespielt hat, der sollte unter keinen Umständen weiterlesen um sich nicht den Spielspaß verderben zu lassen!

Rätsel um Rätsel – Wir entschlüsseln „Bioshock Infinite“

Das Ende von BioShock Infinite mag für den ein oder anderen verwirrender gewesen sein, als es die Entwickler beabsichtigt haben – Eine ungeahnte Vielschichtigkeit und eine breitgefächterte Interpretationsgrundlage ließen nach Durchlaufen der Credits das ein oder andere Fragezeichen im Raum stehen. Gut, dass ich aufgepasst habe wie ein Luchs und euch meine Interpretation des Endes geben kann. Die komplette Story spiele ich übrigens inklusive witzigem Kommentar für euch durch, und zwar HIER.

Zunächst fassen wir zusammen, was im Spiel so alles passiert ist – Denn das ist gar nicht so wenig und zudem entscheidend für das Verständnis dieses Textes. Wichtig ist auch, was nach dem Abspann geschieht, denn hier findet das eigentliche Ende statt. Aber dazu sehr viel später.

BioShock Infinite in a Nutshell

Zachary Comstock

Der Spieler schlüpft in die Rolle von Booker DeWitt, einem Kriegsveteran, der in die Stadt Columbia entsandt wird, um ein Mädchen zu finden und zurück nach New York zu bringen um seine Schulden zu begleichen, denn offenbar ist Booker ein Spieler und hat viel Geld verloren. Dieses Unterfangen gestaltet sich alles andere als einfach, denn nicht nur ist Elizabeth, das zurückzubringende Mädchen, in einem hohen Turm eingesperrt, auch machen die übergläubigen Bewohner der Stadt unter der Führung des  Propheten Zachary Comstock, der für die Inhabitanten der fliegenden Stadt so eine Art gottgleiche Figur zu sein scheint, sehr bald Jagd auf ihn, da die Buchstaben „A.D.“ auf seinem rechten Handrücken ihn zum „falschen Hirten“ machen – was auch immer das zu bedeuten hat.

Elizabeth kann, so lernen wir im Verlauf der Story, „Risse“ erzeugen und so einerseits Gegenstände in unsere Welt holen, andererseits aber auch zwischen den Realitäten wechseln. Diese Eigenschaft hat das Mädchen von den Lutece-Zwillingen, die diese Risse anfangs lediglich mit einer Maschine erzeugen konnten, diese Fähigkeit aber auf Elizabeth übertragen konnten. Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass „neue“ Gegenstände oder Welten nicht aus dem Nichts erschaffen werden können, sondern bereits existieren müssen um darauf zugreifen zu können. Befindet sich beispielsweise in einer Paralleldimension ein Geschützturm, kann Elizabeth eben diesen Geschützturm in unsere Realität holen. Andersrum genauso: Eine Flucht in die Welt, in der der Waffenschmied noch lebt, ist nur möglich, weil diese Welt bereits existiert. Dies alles geschieht, damit Elizabeth den „Thron“ des Propheten Comstock erben kann und die ungläubige Welt unterhalb Columbias in Schutt und Asche legen kann. Dazu später mehr.

Der Songbird

Elizabeth im Jahre 1984

Der Songbird ist letztlich der „Wächter des Erben“. Als riesiger mechanischer Vogel bewacht er Elizabeth; auch nach ihrer Befreiung aus dem Turmgefängnis versucht der Songbird alles, um sie wieder zurückzubringen. Comstock kann den Vogel per musikalischer Steuerung kontrollieren und befehligen und schafft es so mehr als einmal, Booker das Mädchen vor der Nase „wegzuschnappen“.

Gegen Ende begegnet Booker einer gealterten Version von Elizabeth, die im Jahre 1984, also 63 Jahre in der Zukunft, dabei ist, New York in Schutt und Asche zu legen, also das Erbe anzutreten, das Comstock für sie vorsah. Sie erklärt Booker, dass diese Realität niemals passieren darf und überreicht ihm eine Nachricht an ihr jüngeres Ich – die Notiz mit dem Käfigsymbol, wir erinnern uns – die er auch zeitig der jugendlichen Elizabeth überreicht damit diese die chiffrierte Notiz entschlüsseln kann.

Der Songbird stirbt

Ab jetzt wird’s abgedreht: Elizabeth und Booker suchen Comstock auf und gerade als Comstock Booker erklären möchte, warum Elizabeths kleiner Finger kürzer ist, als man eigentlich vermuten würde, tötet DeWitt den Propheten und behauptet, er wüsste nichts davon, obwohl Elizabeth sagt, Booker wisse, worum es geht, er könne sich nur nicht erinnern.

Es folgt der Endkampf. Elizabeth hat mithilfe der Notiz (die Tonfolge „C-A-G-E“) herausgefunden, wie man den Songbird kontrolliert, vernichtet die Luftschiffe der Vox Populi und ebenfalls den Siphon. Von nun an hat sie die vollständige Kontrolle über ihre Kräfte und transportiert Booker, den Songbird und sich selbst in eine andere Welt. Freunde der Serie wissen schnell bescheid: Nun befinden wir uns in Rapture, dem Schauplatz von BioShock und BioShock 2. Elizabeth tötet den Songbird im Meer und begleitet Booker mittels einer Tauchkugel an die Wasseroberfläche (auch hierzu später mehr!).

Immer ein Leuchtturm…

Die Taufe, entscheidender Wegpunkt

Booker und Elizabeth betreten einen Leuchtturm und gelangen so in eine Welt voller weiterer Leuchttürme. Unendlich viele, und jeder Leuchtturm ist ein Tor in eine andere Welt.

Bisher war alles einigermaßen einleuchtend, doch von nun an wird es etwas komplizierter. Wie oben erwähnt könnten die Leuchttürme repräsentativ für die möglichen Welten stehen, die betreten werden können. Jede Welt, also jeder Leuchtturm, also jede Tür, steht demnach für eine Möglichkeit und ein Ergebnis jeder denkbaren Entscheidung.  Jeder Leuchtturm ist eine mögliche Realität, die entsteht, sobald eine Entscheidung getroffen wird.

Wir erfahren in dieser Szene, dass Booker in seiner Zeit als Soldat in der Schlacht von Wounded Knee viele Unschuldige (darunter auch Frauen – weswegen er von Comstock auch „Frauenmörder“ genannt wird) tötete und sich deswegen taufen lassen wollte, um von seinen Sünden reingewaschen zu werden, genau wie am Anfang der Geschichte, nachdem er in Columbia eintraf, dies hier allerdings ablehnt.

Anna wird entführt

In der nächsten Szene befinden wir uns wieder in Bookers Apartment, das wir ja schon einige Male während des Spiels zu Gesicht bekommen haben. Hier treffen wir auf Robert Lutece, hören ein Baby namens Anna schreien und sehen jenes nach Betreten des Nebenraumes auch in seiner Wiege liegen. Booker erinnert sich nicht an ein Kind, möchte das Mädchen aber auch nicht an Lutece übergeben um seine Schuld zu begleichen. Aber ohne Wahl und ohne Aussicht auf eine Alternative entscheidet sich DeWitt wider seines Gewissens dafür, übergibt die Kleine, woraufhin wir Zeuge werden, wie Comstock versucht, mit Anna, Bookers Tochter, uns bekannt unter dem Namen „Elizabeth“ durch ein Portal in eine andere Welt zu fliehen. Hier passiert, was verantwortlich für Elizabeths „Kleinfingersituation“ ist. Comstock entkommt mit dem Kind, das Portal schließt sich jedoch eine Sekunde zu früh, so dass Elizabeths kleiner Finger noch in dieser Welt ist, während der Rest ihres Körpers bereits „entführt“ ist. Ein Aha-Moment, der eine Schlüsselsituation in der Geschichte darstellt, denn nun wird auch dem Spieler klar, dass die Buchstaben „A.D.“ auf Bookers Hand für „Anna DeWitt“ stehen.

Die Lutece-Zwillinge, so lernen wir in der nächsten Szene, sind nicht wirklich Zwillinge, sondern ein und die selbe Person aus verschiedenen Welten, die sich zusammengetan haben um Booker zu helfen, nachdem Comstock sie betrogen hat. Klingt komisch, ist aber wirklich so. Sie öffneten einen Spalt und brachten Booker in die Columbia-Welt, die wir kennen. Daraufhin, und das haben wir bereits erlebt, erschaffte sich Booker neue Erinnerungen und eine neue Aufgabe: Anna/Elizabeth zurückzubringen und das Geschehene wieder gut zu machen. Allerdings ist das natürlich alles nicht so einfach wie gedacht.

Comstock Dewitt?

Der Tod Comstocks

Während Booker in der urspünglichen Dimension die Taufe ablehnt, wird eine andere Dimension erschaffen, in der er sie akzeptiert. Dies ist die Welt, in der wir uns jetzt befinden. Und hier fing alles an – Völlig von Schuld reingewaschen nennt sich Booker DeWitt fortan Zachary Comstock und erschafft die Stadt in den Wolken, Columbia. Er wird quasi wiedergeboren, nur dieses Mal als Schurke.

Bookers Plan, Comstock in der Wiege zu töten, also bei seiner Geburt, der Taufe, bedeutet, sich selbst zu töten, als er zu Comstock wurde, in der Dimension, in der er die Taufe akzeptiert. Nun erscheinen einige Versionen von Elizabeth und ertränken Booker im Taufwasser.

Der Abspann läuft durch und die Geschichte ist beendet. Aber halt. Nach der Creditroll dürfen wir noch eine kurze Szene spielen. Doch auch hierzu später mehr.

Erklärungsversuche

Elizabeth und ihr fehlender Finger

Als Booker zum ersten Mal vor die Wahl gestellt wird, getauft zu werden, lehnt er dies ab und entschließt sich, ein Kind zu bekommen. Also nicht er selbst, sondern mit seiner Frau zusammen. Klar. Aufgrund der Annahme, dass seine Entscheidung, wie wir ja bereits wissen, eine neue Welt erschaffen hat, in der er die Taufe annimmt und zu Comstock wird. Comstock und Booker existieren also parallel, jeweils in ihrer eigenen Dimension, und ziehen dort ihr Ding durch. Comstock baut Columbia, Booker zieht seine Tochter groß.

Das Problem: Comstock möchte unbedingt einen Erben, aber da dieser unfruchtbar ist, verwendet er die Rissmaschine der Lutece-Zwillinge um sich Anna anzueignen, denn rein theoretisch gesehen sind Anna und Comstock ja verwandt. Auf eine merkwürdige Art und Weise. Bookers Schulden trieben ihn letztlich dazu, Anna an Comstock zu verkaufen, das wissen wir ja bereits. Okay, jetzt die große Frage: Eigentlich, der Theorie der Entscheidungsdimensionen folgend: Sollte es nicht irgendwo auch eine Dimension geben, in der Booker seine Tocher nicht weggegeben hat? Ja, die gibt es. Und: Nein, die gibt es nicht. Egal ob Booker Schulden gehabt hätte oder nicht, Comstock wäre in seine Dimension gekommen und hätte sich Anna genommen, auf die eine oder auf die andere Art. Letztlich gibt es keine Welt in der Booker und Anna zusammenleben, aber das ist natürlich nur Theorie.

Das Ergebnis ist immer gleich.

Von nun an ist Booker in dieser nie enden wollenden Schleife gefangen, in der er versucht, seine Tochter zu retten. Wir wissen, dass wir als Spieler den 122. Zyklus miterleben, während Booker nicht realisiert, dass dies bereits geschehen ist. Woher wissen wir, den wievielten Zyklus BioShock Infinite darstellt? Wir drehen die Uhr ein wenig zurück und blicken auf den Zeitpunkt, an dem wir zum ersten Mal durch das Tor in Richtung Jahrmarkt treten. Die Lutece-Zwillinge lassen uns eine Münze werfen. Diese obsukre Situation ergibt jetzt einen Sinn, denn jedes der 122 Male, das Booker die Münze warf, bekamen die Zwillinge das gleiche Ergebnis. Darauf deutet übrigens auch die Sequenz hin, die wir zu Beginn per Glockenläuten eingeben müssen um den ersten Leuchtturm, die Rakete nach Columbia betreten zu können (1-2-2).

Die Wahl der Variable.

Doch was bedeutet das? Ist die Geschichte immer vordefiniert? Oder können wir darauf Einfluss nehmen und den Ausgang verändern? Nein. Und „nein“. Die Antwort ist: Booker hat keinen Einfluss auf die Geschichte. Bestes Beispiel dafür ist die Wahl des Medallions, das Elizabeth nach der Landung am Strand fortan um den Hals tragen wird. Zwar steht der Vogel sinnbildlich für „Freiheit“ und der Käfig für „Gefangenschaft“, einen Einfluss darauf, was schlussendlich geschieht hat dies nicht. Auch dies ist ein Feldversuch der Zwillinge, der das Vorankommen und die möglichen Entscheidungen Bookers dokumentieren soll. Aber wenn der Protagonist des Spiels, also Booker, nicht die Fäden in der Hand hat – wer denn dann? Die Luteces dienen in dieser Realität ja nur der Beobachtung und Wegführung. Sie erkennen immer das gleiche Muster – eine Konstante (der Münzwurf) und eine Variable (die Wahl des Medallions), wie sie selbst sagen. Unabhängig davon ändert Booker selbst nichts.

Die Antwort liegt klar auf der Hand: Elizabeth ist die einzige, die den Ausgang der Tragödie beeinflussen kann. Das Besondere hieran: Der eigentliche Anstoß wird nicht von „unserer“ Elizabeth, also der Version, die uns durch das Spiel begleitet initiiert, sondern von der Elizabeth, die 1984 vor den brennenden Ruinen steht.

Wer stirbt denn jetzt?

Ironischer Mord am Taufbecken

Unbedingt zu beachten gilt: Weder Comstock, noch Booker, noch Elizabeth sind am Ende des Spiels tatsächlich tot. Booker hat sich nicht selbst in der Wiege getötet, er hat nur die Geburt Comstocks verhindert indem er sich selbst tötete, als er sich in diesen verwandelte und damit auch jedwede Version seines Alter Egos in jeder Dimension getötet, das (ironische) Töten Comstocks am Taufbecken vor dem Endkampf ist hierfür völlig bedeutungslos. Den Beweis liefert erwähnte Szene, die wir nach dem Abspann spielen dürfen. Booker erwacht in seinem Apartment, der Spieler hört ein Baby schreien. DeWitt ruft „Anna?“ und das Spiel endet nun wirklich.

Das heißt, dass lediglich Comstock „getötet“, also nie geboren wurde, und die Version Bookers, die die Taufe ablehnte in allen Dimensionen weiterexistiert. Dadurch, dass sich Comstocks und Bookers Wege innerhalb der Dimensionen kreuzten, Comstock allerdings ja ausgelöscht wurde, wurde auch sämtliche Erinnerung an Comstock und die damit verbundenen Ergeignisse aus Bookers Leben und seinem Gedächtnis gelöscht. Das heißt: Keine Lutece-Zwillinge, keine fliegende Stadt, kein Songbird. Das ist auch der Grund für das Verschwinden der verschiedenen Versionen von Elizabeth, denn Elizabeth, also das Mädchen, das uns die vielen Stunden während des Spiels begleitet hat, hat nie existiert, es gibt nur noch Anna. Elizabeth ist letztlich eine Kreation Comstocks – und ohne Comstock keine Elizabeth. Anna wird niemals Risse öffnen können, da ihr diese Fähigkeit, wie wir bereits wissen, von den Zwillingen verliehen wurde. Sie wird wahrscheinlich niemals lernen, Schlösser zu knacken – dazu bestünde ja überhaupt kein Grund. Sie würde nicht zu der Person, wie wir sie kennenlernten.

Doch welche „Schuld“ soll Booker denn nun tilgen?

Tilge die Schuld.

„Bring uns das Mädchen und tilge deine Schuld“. Der Begriff „Schuld“ ist hier nicht klar definiert und ist vielmehr eine Variable, die sich im Laufe des Spiels verändert. Zu beachten ist, dass hier viel Wert darauf gelegt wird, dass Booker seine Schuld „tilgen“, nicht „seine Schulden bezahlen“ muss. So bekommen wir immer wieder Hinweise darauf, dass Booker ein Zocker ist und viel Geld bei Pferdewetten verloren hat, einen Hinweis darauf liefern die vielen Wettscheine auf seinem Schreibtisch. Zum Ende hin bekommen wir mehr und mehr Einsicht, dass die „Schuld“ das Abkommen mit Comstock ist und das Weggeben seiner Tochter nur wieder gutgemacht werden kann, indem man dies ungeschehen macht. Die Aufforderung, seine Schuld zu begleichen kommt jedes Mal von den Luteces, jeweils allerdings mit einer anderen Intention. Der Begriff „Schuld“ steht hier also immer für eine schlechte Entscheidung, die Booker in seinem Leben traf, und die es nun gilt, wieder gutzumachen, stets gepaart mit der Aufgabe, Elizabeth zurückzubringen.

Ausgerechnet Rapture!

„Eine Stadt unter Wasser? Lächerlich!“

Was hat Rapture mit alldem zu tun? Wie Elizabeth richtig sagt: „Es gibt immer einen Leuchtturm, immer einen Mann, immer eine Stadt.“ Dies sagt sie ganz bewusst in Bezug auf Rapture und stellt damit eine direkte Verbindung zu den Vorgängerspielen her. Es ist klar, dass Rapture das Äquivalent „Stadt“ zu Columbia ist und Booker respektive Comstock das Äquivalent „Mann“ zu Andrew Ryan, doch in welchem Verhältnis stehen diese Städte zueinander?

Man könnte mutmaßen, dass Rapture und Columbia in gar keinem Verhältnis zueinander stehen und festlegen, dass in einer Welt, in der Rapture existiert, Columbia nicht existiert, besonders wenn man Elizabeths Worte genauer analysiert. „Ein Mann, Eine Stadt.“ Das hieße, dass wenn Jack, der Protagonist des ersten Teils nur eine Variante von Booker wäre, Andrew Ryan die gleiche Person wäre wie Jack. Dem ist aber erwiesenermaßen nicht so – die Risstechnologie existiert in Bioshock 1 nicht, eine Schuldschleife kann hier nicht hergestellt werden, das Paradoxon kann nicht entstehen. Andrew Ryan ist nur „ein Mann“ und Rapture ist lediglich „eine Stadt“.

Little Sister (Konzeptzeichnung)

Auf der anderen Seite sehen wir, wie Booker in Rapture die Tauchkugel bedient, die, wie wir aus dem ersten Teil wissen, lediglich von Andrew Ryan aktiviert werden kann. Jack ist, so wird gemutmaßt, der Sohn von Ryan, hat also die selbe genetische Signatur, was bedeuten würde, dass Booker ebenfalls auf irgendeine Art und Weise mit Ryan und/oder Jack verwandt ist, oder sogar Jack oder Ryan selbst ist, nur in der entsprechend anderen Welt, in der das Äquivalent nicht existiert sondern lediglich die jeweilige Variante. Hinsichtlich der weiteren Personen, die ähnliche Beziehungen zueinander haben und bestimmte Aufgaben in der jeweiligen Welt erfüllen, könnte man Rapture als groben Spiegel von Columbia sehen.

So gibt es Dr. Tenenbaum als Spiegelbild von Robert Lutece, was Elizabeth zu einer Idealversion der Little Sisters machen würde, was theoretisch die Gesamtheit aller Big Daddys zu der Gestalt des Songbirds macht, als Beschützer von Elizabeth respektive den Sisters. Selbst optisch ähneln sich die Sisters und Elizabeth sehr – die weiß-blaue Kleidung, braunes, langes Haar. Das ist fast zu offensichtlich, als dass es sofort auffallen würde, vielleicht macht dieser Umstand die Annahme so schwierig und den Fakt so unglaubwürdig. Aber das sind nur Theorien, die keinen festen Halt haben und auf Mutmaßungen basieren.

Tolles Spiel, tolle Story

BioShock Infinite liefert Material für viele, viele Stunden des Nachdenkens und Interpretierens, gepaart mit einer Story, die gerade durch ihren Twist am Ende absolut einzigartig ist und ein wiederholtes Durchspielen ob des Detailreichtums und des Umfangs der Geschichte und ihrer Erzählweise absolut lohnenswert macht.

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BioShock Infinite – Die ultimative Erklärung was last modified: April 25th, 2013 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln. Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.