52 Games, Runde 39 – Diesmal rätseln wir uns von Algiers nach Atlantis.

Hach, Du schöne, bunte Spielewelt – Gibst uns immer wieder Rätsel auf. Ob es das große Rätsel ist, warum das grausige Duke Nukem Forever jemals das Licht der Welt erblicken musste oder ob Phil Fish wirklich ein Wichser ist… Unbeantwortete Fragen an jeder Polygonecke.

Viel angenehmer und vor allem lösbarer kommen selbstverständlich die Rätsel innerhalb der Spiele daher. Games wie Puzzle Agent, die quasi davon leben, aus Knobelaufgaben zu bestehen, oder Adventures, die die Kombinationsgabe des Spielers auf eine harte Probe stellen. Klassische Point-and-Click-Adventures sind hier quasi der alberne Cousin in der Familie, der beim Weihnachtsfest gerne mal in den Christbaumständer pinkelt. So als Metapher. Oder so.

Als „Klassiker“ sind hier natürlich die Monkey Islands, Day of the Tentacles, Zak McKrackens oder King’s Quests der Welt gemeint. Ein kniffliges Spielprinzip in einer albern-lustigen Verpackung, in der aktuellen Fassung durch die Deponia-Teile bedient. Allen voran einer meiner absoluten All-Time-Favorites: Indiana Jones and the Fate of Atlantis, auch Indy IV genannt. Viele Jahre lang wurde vermutet, das dieses Spiel als Vorlage für einen vierten Indiana Jones-Film herhalten würde; Leider wurden wir eines Schlechteren belehrt und quälten und statt dessen durch cineastischen Blödsinn mit frisierten Affen und magnetischen Aliens und stellten uns dabei vor, wie sich Spielberg und Lucas sich gegenseitig ins Hirn kacken.

Wie der Name schon vermuten lässt: Indy findet heraus, was seinerzeit mit der sagenumwobenen Stadt Atlantis passiert ist. Versunken? Verpufft? Wegen Braunkohle weggebaggert? Doch bevor das Geheimnis gelüftet wird, dürfen wir uns durch viele Stunden Rästelspaß knobeln, der uns quasi einmal um den Globus führt; Island, Griechenland oder Algerien werden mit Hut und Peitsche bereist, enträtselt und halb verwüstet. Indy-Style eben.

Mit dabei ist seine hübsche, rothaarige Assistentin und Ex-Geliebte Sophia, die eine kleine Besonderheit mit ins Spiel bringt. An einem bestimmte Punkt im Spiel (Profis haben hier ihren Speicherpunkt gesetzt) darf der Spieler sich entscheiden, welchen der drei möglichen Verläufe das Spiel nehmen soll. Möchte man lieber auf eigene Faust rätseln? Oder Sophia mit auf die Reise nehmen? Oder möchte man lieber Action, Prügeleien und den ganzen Kram? Die nachfolgenden Rätsel, die Storyline und die Spielweise unterscheidet sich ab hier immens voneinander, so dass man das Spiel mehrmals durchspielen kann, ohne bereits alles zu kennen, zu wissen und sich so den Spielspaß eines ersten Durchspielens zu vermiesen.

Ein tolles Spiel mit allen Lizenzen (ja, auch die Musik!), das wohl immer noch viele, viele Stunden Spaß garantiert. Hach.


52 Games / Thema: Rätsel

Worum geht es? 52 Games ist ein Blog-Projekt, an dem sich jeder beteiligen kann. Jede Woche wird es ein vorgegebenes Thema (z.B. Soundtrack, Verfolgungsjagd, Neubeginn) geben und die Teilnehmer sind aufgefordert, ein passendes Game auszuwählen und auf ihrem Blog ein paar Zeilen darüber zu schreiben, das Spiel vorzustellen oder eine Anekdote zu erzählen. Weitere Informationen und Anmeldung im Ankündigungsbeitrag.

Wie läuft das Projekt ab? Jeden Montag wird das Thema für die jeweilige Woche ausgelost. Dann haben die Teilnehmer Zeit, ihre Beiträge zu schreiben und einen Link auf den Auslosungsartikel zu setzen, damit ich am Ende der Woche alle Beiträge finden und in diesem Artikel sammeln kann. Wie die einzelnen Wochenthemen interpretiert oder die Beiträge gestaltet werden, ist ganz den Teilnehmern überlassen. Natürlich darf man auch später noch ins Projekt einsteigen oder bei Themen aussetzen.

Auch interessant

52 Games – #39: Rätsel was last modified: Oktober 22nd, 2012 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln. Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.