Es gibt Spiele, die lassen mir kalte Schauer über den Rücken laufen. Schöne Spiele, interessante Spiele, spannende Spiele. Und da gibt es noch die andere Seite…

Nämlich Games, bei denen ich das KALTE KOTZEN kriege. Games, bei denen ich mir denke, wer dem Verantwortlichen wohl in seine weiche Birne geschissen hat.

Games wie Hunted – The Demon’s Forge oder Das NCIS-Game (>Review), die wohl allesamt dem durchfallgetränkten Verstand eines geisteskranken Irren entsprungen sind, der ernsthaft dachte, hier ein Meisterwerk der Spielekultur vor sich zu haben. Auf ein bestimmtes Machwerk der Hirnlosenfraktion möchte ich aber ganz besonders eingehen. Der ein oder andere wird bereits wissen worum es geht: Der Duke!

Come get some!

Duke Nukem Forever – das einzige Spiel, das eine längere Entwicklungszeit auf dem krummen Buckel hat als die Atombombe und dabei mindestens genauso verstrahlt ist. 14 Jahre warteten die Fans der Reihe um von einem kaum mittelmäßigen Spiel den metaphorischen Tritt in die Eier zu kassieren. Nach 3 Monaten bereits verdient selbst vom Grabbeltisch oder aus der Software-Pyramide verbannt worden kitzelt mich der Brechreiz  noch immer mit seinen kalten Fingern in der Magengrube, wenn ich daran denke.

Nicht nur der technische Aspekt – vor allem die unterirdisch schlechte Grafik – stinkt mehr zum Himmel als dass die Figur des Dukes durch einen mannshohen Haufen lächerlicher Kuhwichse geschleift wird, bis von ihm nur noch seine eigene Parodie übrig ist. Eine schlechte Kopie seiner selbst ohne den Charme eines B-Movies, lediglich reduziert auf Blut, Titten und dumme Sprüche aus der dunkelsten Ecke der Kalauerkiste, gepaart mit einem Gameplay, das der Teufel höchsteigen auf die Erde gesandt haben muss. So eine billige Scheiße, ehrlich…

Die gute alte Zeit...

Welcher Mensch, der noch annähernd bei Verstand ist, erwartet hier den Megaknaller des Jahrtausends und verschiebt sogar noch das Releasedate weiter nach hinten als geplant war? Wie viel gequirlte Scheiße muss man im Hirn haben um auf so einen bekloppten Gedanken zu kommen? Das Beste an DNF scheint wirklich zu sein, dass es ÜBERHAUPT erschienen ist. Wobei ich mir da post-Release nicht mehr so sicher bin. Vielleicht hätte der Duke einfach in Frieden ruhen sollen. Statt dessen haben wir jetzt einen seelenlosen Zombie am Arsch, der sogar noch DLCs zu Ramschpreisen hinterhergeschleudert bekommt, als hätte die Menschheit nur darauf gewartet, ENDLICH weiterspielen zu können, weil die Kampagne ja schon SO viel Spaß gemacht hat.

Remakes und Sequels sollten wahrlich wohlüberlegt sein, merkt euch das doch endlich mal. Bitte.

Und da ich mit durch Schummelei elegant versucht habe, am Thema vorbeizumogeln, jetzt nochmal richtig. Kälte. Bei DNF kann man Gegner einfrieren und dann im Terminator-2-Stil in kleine Eiswürfel zerballern. Nuff said.


Über 52 Games

Worum geht es? 52 Games ist ein Blog-Projekt, an dem sich jeder beteiligen kann. Jede Woche wird es ein vorgegebenes Thema (z.B. Soundtrack, Verfolgungsjagd, Neubeginn) geben und die Teilnehmer sind aufgefordert, ein passendes Game auszuwählen und auf ihrem Blog ein paar Zeilen darüber zu schreiben, das Spiel vorzustellen oder eine Anekdote zu erzählen. Weitere Informationen und Anmeldung im Ankündigungsbeitrag.

Wie läuft das Projekt ab? Jeden Montag wird das Thema für die jeweilige Woche ausgelost. Dann haben die Teilnehmer Zeit, ihre Beiträge zu schreiben und einen Link auf den Auslosungsartikel zu setzen, damit ich am Ende der Woche alle Beiträge finden und in diesem Artikel sammeln kann. Wie die einzelnen Wochenthemen interpretiert oder die Beiträge gestaltet werden, ist ganz den Teilnehmern überlassen. Natürlich darf man auch später noch ins Projekt einsteigen oder bei Themen aussetzen.

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52 Games – #02: Kälte was last modified: Februar 6th, 2012 by Joe Uessem

Besonderes Kennzeichen: Enorme Bauchmuskeln.
Mag Ballerspiele, Actionfilme und lange Spaziergänge am Strand. Zu seinen Hobbies zählen Stricken und Pferdebilder sammeln. Sein Lieblingsvideospielheld ist der Lange von Tetris.